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      News - November 2009

 
 
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29. November 2009 – BL: Leverkusen - VfB - 4:0 - VfB am Abgrund

Heute soll Babbel entlassen werden

Der Blick geht ins Leere. 77 Minuten sind absolviert, als Markus Babbel einem Häufchen Elend gleicht. Der Teamchef erweckt den Eindruck, als könne er nicht fassen, was da auf dem Platz passiert. Teilnahmslos sitzt er auf seiner Bank. Damit passt er sich dem Bild an, das seine Profis hinterlassen. Am Ende steht eine 0:4-Pleite. Nach dem Abpfiff in Leverkusen verschwindet Babbel sofort in der Kabine – weil er spürt, dass das auch der Abpfiff für ihn beim VfB Stuttgart war?

Am Montag soll die Entlassung des Teamchefs verkündet werden. Das war das Signal am Sonntagabend – und dafür hat Horst Heldt schon in der Halbzeitpause das Feld bestellt. In einer Wutrede rechnete der Manager ab – direkt mit der Mannschaft, aber indirekt auch mit Babbel, der für den Zustand des Teams verantwortlich ist. Unfassbar sei das, was der VfB biete, sagte Heldt – und fuhr fort: Er sprach von einer "Vollkatastrophe" und davon, dass die Spieler nichts begriffen hätten. "Alle elf soll er auswechseln", sagte der Manager. Das Zeichen war klar: das Maß ist voll.

Seit Wochen ist der VfB hin- und hergerissen, weil es im Club zwei Fraktionen gibt. Die eine Seite befürchtet, dass es unter Babbel immer schlimmer wird und dass die Mannschaft völlig aus dem Ruder läuft. Diese Position wurde in Leverkusen mehr als bestätigt. Die andere Hälfte der Vereinsführung wollte in der Trainerfrage trotz aller Bedenken nicht vor der Winterpause handeln – allerdings mit der Einschränkung, dass es bis dahin keinen sportlichen Offenbarungseid gibt. Den hat sich die Mannschaft aber in Leverkusen geleistet.



Schon am vergangenen Dienstag war intern klar besprochen worden, dass Babbel seinen Posten räumen muss, wenn der VfB in der Champions League bei den Glasgow Rangers verliert. Die Elf gewann dann zwar mit 2:0, doch in der Liga droht nun eine Horrorvision Wirklichkeit zu werden. Tabellenplatz 17 ist erreicht, was im Mai den direkten Abstieg in die zweite Liga bedeuten würde. In dieser bedrohlichen Situation sei sich der Vorstand seiner Verantwortung gegenüber dem Club bewusst, hieß es bereits vor der Partie bei den Rangers.

Allerdings hat den VfB das Debakel in Leverkusen unvorbereitet getroffen. Es existierte kein Plan wie in Glasgow, wonach ein bestimmtes Ergebnis automatisch die Trennung von Babbel nach sich zieht. Deshalb wird der VfB heute abschließend beraten, was zu tun ist. Dabei dürfte es jedoch kaum noch Argumente für ein Festhalten an Babbel geben. Nichts mehr spricht für ihn – auch wenn sich der Teamchef gestern Abend noch kämpferisch zeigte. Es könne doch nicht sein, dass jedes Jahr ein neuer Kopf hermüsse, "der die Jungs zum Laufen bringt", sagte Babbel, "ich hoffe, dass ich weitermachen darf".

Aber solche Sätze sagt er seit Wochen. Geholfen hat es nichts. Deshalb sondierte Heldt nicht erst seit gestern den Trainermarkt – und er ist fündig geworden. Die Entscheidung fällt zwischen zwei Kandidaten – wobei es nach StZ-Informationen einen Favoriten gibt: Christian Gross, dem am ehesten zugetraut wird, die Mannschaft auf Kurs zu bekommen. Der Schweizer betreute zuletzt zehn Jahre lang den FC Basel und gilt als autoritärer Trainer. Einen solchen suchte der VfB, weil die Disziplinlosigkeiten im Kader unübersehbar sind. Auch das hat dazu beigetragen, dass Babbel jetzt keinen Rückhalt mehr in der Vereinsführung besitzt.
 

Quelle: StZ

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25. November 2009 – CL: Sie jubeln wieder - VfB gewinnt 2:0 in Glasgow

Ein Jahr und einen Tag war Markus Babbel gestern Trainer des VfB Stuttgart; sehr viel länger wäre seine Amtszeit wohl nicht geworden, wenn seine Mannschaft am Abend das Champions-League-Spiel bei den Glasgow Rangers verloren hätte, doch jetzt darf Babbel seine Trainerlaufbahn erst einmal dort fortsetzen, wo er sie begonnen hat. Nach zehn Pflichtspielen ohne Sieg konnten die Stuttgarter endlich einmal wieder jubeln. 2:0 (1:0) gewannen sie im Ibrox-Park. Damit beenden sie die Gruppenphase auf jeden Fall als Dritter und überwintern damit im Europapokal. Viel wichtiger aber: Der VfB kann sogar das Achtelfinale der Champions League noch erreichen. Die Rangers hingegen sind als Gruppenletzter schon jetzt ausgeschieden.

Nach zwei 1:4- Niederlagen in der Champions League waren die völlig verunsicherten Schotten mit der Taktik eines Underdogs in die Partie gegangen. Tief in der eigenen Hälfte standen meist neun Blaue und warteten darauf, die Roten umzugrätschen oder auszukontern. Die Stuttgarter brauchten nicht lange, um sich mit dem überraschenden Freiraum im Mittelfeld anzufreunden. Sebastian Rudy und Alexander Hleb gelangten immer wieder in den Rücken der Abwehr. Schon nach vier Minuten schoss Cacau nach einem Pass von Arthur Boka aus der Drehung, konnte Torwart Allan McGregor aber nicht überwinden.

Die Zuschauer im Ibrox stimmten vollmundig „Rule Britannia“ an, doch die immer sicherer auftretenden Gäste bestimmten clever Gegner und Spiel. Nach einer Viertelstunde kam Hleb am schwachen Steven Whittaker vorbei und legte auf Pawel Pogrebnjak ab. Der Russe lief zu spät in Richtung des kurzen Pfostens und schlug über den Ball, der genau vor Rudy landete. Der 19-Jährige staubte aus acht Metern ins leere Tor ab. Kurz darauf traf Zravko Kuzmanovic mit einem Freistoß ins Netz, doch der Schiedsrichterassistent hob die Fahne: Rudy war ins Abseits gelaufen und hatte McGregor irritiert.



 

Glasgow wirkte niedergeschlagen, bereit für mehr Gegentore, doch der VfB schien jederzeit in der Lage, die Rangers mit einer Unzulänglichkeit zurück ins Spiel zu holen. Es war Pogrebnjak, der die beste Chance der Heimmannschaft einleitete. Der Russe spielte nach einem schnellen Abwurf von Jens Lehmann dem Gegner den Ball aus fünf Metern in die Beine, doch Kris Boyd setzte den anschließenden Kopfball über die Latte. Die Szene erinnerte den bisher recht souveränen VfB offensichtlich an all die Misserfolge der vergangenen Monate. Unerklärlicherweise überließ er den Schotten nun Ball und Raum. Die Rangers konnten allerdings nicht viel damit anfangen.

Bei den beiden letzten beiden Spielen in Glasgow hatten die Stuttgarter jeweils nach frühen 1:0-Führungen mit 1:2 verloren. Das sollte nicht ein drittes Mal passieren: Sehr konzentriert und mit Zug zum Tor begannen die Gäste die zweite Hälfte. Nach einer Stunde gelang Kuzmanovic die Entscheidung: Der Serbe setzte nach einer Flanke von Rudy einen präzisen Kopfball ins Netz. An der Seitenlinie machte Babbel einen Luftsprung.

Die Rangers warfen nun mehr Männer nach vorne, Stuttgart wartete listig auf Gelegenheiten. Die besten hatte Pogrebnjak, doch der Mittelstürmer blieb seiner Abschlussschwäche treu. An diesem Abend aber konnte nicht einmal der Russe den Erfolg des VfB verhindern.

Quelle: Tagesspiegel


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21. November 2009 – Wieder kein VfB-Sieg - 1:1 gegen Hertha

Der VfB Stuttgart kann einfach nicht mehr gewinnen. Gegen Tabellen-Schlusslicht Hertha BSC Berlin schafften die Schwaben trotz klarer Überlegenheit nur ein 1:1 (0:0). Dabei sicherte Zdravko Kuzmanovic mit dem späten Ausgleichstor seinem Teamchef Markus Babbel vermutlich den Arbeitsplatz.

Durch die Punkteteilung fiel der VfB auf Platz 16 zurück, Hertha ist weiter Letzter.

Von beginn an waren die Rollen auf dem Feld klar verteilt: Elf Herthaner warteten in der eigenen Hälfe auf den Ansturm der Schwaben. Der kam auch - und bereits nach fünf Minuten lag der Ball im Berliner Netz. Doch Ciprian Marica stand bei seinem Abstauber im Abseits.

Es spielte nur Stuttgart, doch klare Chancen konnte der VfB kaum herausspielen. Cacau scheiterte mit einem Schuss aufs kurze Eck an Hertha-Keeper Jaroslav Drobny, Alexander Hleb verzog aus spitzem Winkel.

Je länger das Spiel dauerte, desto weniger fiel den Stuttgartern ein. Immer wieder liefen sich die Weißen im dichten Berliner Abwehrriegel fest. Da sich die Berliner weiterhin kaum in der Nähe von VfB-Torhüter Jens Lehmann trauten, verflachte die Partie zusehends. Zur Pause aus schwäbischer Sicht ein enttäuschendes 0:0.

Hertha-Trainer reagierte auf die Sturmflaute seines Teams und brachte Adrian Ramos für den enttäuschenden Valeri Domovchiyski. Ein Wechsel, der sich schnell bezahlt machte. Maximilian Nicu schickte Ramos steil, der stand frei vor Lehmann, tanzte den Keeper aus und schob den Ball ins leere VfB-Tor. Das 0:1.

Stuttgart musste jetzt noch mehr riskieren, Hertha BSC traute sich mehr. Das Spiel wurde offener mit Chancen auf beiden Seiten. Matthieu Delpierre köpfte den Ball Zentimeter am Hertha-Tor vorbei, Ramos prüfte Lehman aus 20 Metern.

Mit zunehmender Spielzeit wurden die Stuttgarter nervöser, die Fehlpässe häuften sich. In der 64. Minute endlich mal wieder eine klare Gelegenheit: Cacau trickste Lukasz Piszczek aus, doch Drobny parierte großartig.

In der 81. Minute stand Ramos erneut frei vor Lehmann, vertändelte die Chance aber. Im Gegenzug die Erlösung für Stuttgart: Nach einem Flachschuss von Christian Träsch gab es ein großes Gestocher im Hertha-Strafraum, der Ball kam zu Zdravko Kuzmanovic, der aus zehn Metern ins linke untere Eck einnetzt.

Drei Minuten später war Feierabend für den Serben, der nach einem Foulspiel Gelb-Rot sah. Es blieb beim 1:1 - für Stuttgart ein enttäuschendes Ergebnis. Der VfB geht schweren Zeiten entgegen.

Quelle: SWR

 

 



 

 

 

16. November 2009 – Ein Stadion voller Tränen und Trauer

Ein Stadion voller Tränen und Trauer - im Mittelkreis war der Sarg von Robert Enke aufgebahrt worden. In einer anrührenden und aufwühlenden Abschiedszeremonie gedachten etwa 35.000 Menschen des toten Fußball-Torwarts.

Bei der größten Trauerfeier, die es je für einen deutschen Sportler gegeben hat, herrschte am Sonntag in Hannovers Arena eine bisher ungekannte Stadion-Atmosphäre: Mit friedlicher Andacht und viel Stille, mit Trauermusik und einfühlsamen Reden.

Aber auch mit lang anhaltendem Beifall - etwa als DFB-Präsident Theo Zwanziger sagte: "Fußball ist nicht alles!"

Dort, wo sonst gejubelt und gefeiert oder auch gepfiffen und geflucht wird, dort herrschte zunächst Ruhe. "Seit Dienstagabend verharrt Hannover in tiefer Trauer", sagte Oberbürgermeister Stephan Weil: "Es ist sehr still in Hannover, aber gleichzeitig ist die Stadt zusammengerückt."

Fußball-ähnliche Atmosphäre kam auf, als eine Viertelstunde vor Beginn der Zeremonie die Nationalspieler und mehrere Funktionäre wie DFB-Chef Zwanziger und Franz Beckenbauer das Stadion betraten. Das Publikum klatschte - und schwieg, während Enkes Freunde Michael Ballack und Per Mertesacker den Kranz der Nationalmannschaft niederlegten und anschließend alle Spieler am hellbraunen Sarg des achtmaligen Nationaltorhüters innehielten.

Der Sarg und mehrere Kränze standen im Mittelkreis. Genau da, wo Enke noch vor einer Woche beim Bundesligaspiel gegen den Hamburger SV als Kapitän von Hannover 96 bei der Platzwahl gestanden hatte.

Der Beifall wirkte ein wenig wie eine kleine Befreiung für die Fans, die ihre Gefühle und ihr Beileid nicht anders ausdrücken konnten. Etwas unsicher und verhalten zu Beginn, später immer lauter und länger. Deutlich wurde das an verschiedenen Stellen der Trauerreden. Ganz besonders, nachdem Zwanziger der Witwe für ihre öffentliche Erklärung bei einer Pressekonferenz am Mittwoch gedankt hatte, bei der sie von den Depression ihres Mannes und dem langen Leidensweg berichtet hatte, der letztlich zum Selbstmord führte.

Oder als Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff an die Witwe gerichtet sagte: "Sie haben in den letzten Jahren viel mehr durchgemacht, als öffentlich bekannt war. Neben dem Tode Ihrer kleinen Tochter Lara vor drei Jahren haben Sie Ihrem Mann in seiner Krankheit zur Seite gestanden. Das, was Sie in dieser Zeit durchlitten haben, können wir nur erahnen." Zu Teresa Enkes tapferen Auftritt am Mittwoch sagte er: "Dafür möchte ich Ihnen meine Hochachtung aussprechen."

Bemerkenswert war auch der Applaus, als Wulff an die Lokführer erinnerte, vor deren Zug sich Enke gestellt hatte.

Viele Fans konnten und wollten ihre feuchten Augen nicht verbergen. Die Tränen flossen vor allem, als die 17 Jahre alte Schülerin Alina Schmidt die Vereinshymne "96 - alte Liebe" sang. Nicht fetzig-rockig wie vor dem ersten Heimspiel der Saison gegen Mainz, als Enke im Tor stand, sondern gefühlvoll, fast zärtlich und nur von zwei Gitarren begleitet.

Außenstehenden, nicht am Fußball interessierten Menschen, mag diese Form und Dimension einer Trauerfeier übertrieben vorkommen. Doch "es war der Wunsch von Teresa Enke, dass sich die vielen Fans in einem adäquaten Rahmen von Robert verabschieden können. Das wäre auf einem kleinen Friedhof nicht möglich gewesen", erklärte 96-Pressechef Andreas Kuhnt. Nachdem bereits am Mittwoch 35.000 Menschen schweigend zum Stadion gegangen waren und ihre Anteilnahme ausgedrückt hatten, sei eine kleinere Lösung undenkbar gewesen.

Der Friedhof in Empede bei Neustadt am Rübenberge wäre auf jeden Fall zu klein gewesen und hätte einen Abschied von Familie und Fans in einem würdigen Rahmen nicht zugelassen.

Am Nachmittag wurde Robert Enke dann nach einer privaten Trauerfeier in der Kapelle des Klosters Mariensee im engsten Familienkreis neben seiner Tochter Lara beigesetzt. Das Mädchen war 2006 im Alter von zwei Jahren gestorben.

Quelle: Süddeutsche


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11. November 2009 – Jens Lehmann: Enke war ein "fantastischer Torwart und Kamerad"

Fußball - Lehmann: Enke „fantastischer Torwart und Kamerad“Torwart Jens Lehmann und sein Verein VfB Stuttgart haben mit tiefer Betroffenheit auf den Selbstmord des Nationalkeepers Robert Enke reagiert: „Robert war ein fantastischer Torwart und Mannschaftskamerad, den ich während der EM im vergangenen Jahr näher kennengelernt habe“.

"Unsere Gedanken sind jetzt vor allem bei seiner Frau Teresa.“, sagte Lehmann am Mittwoch auf der Internetseite des Fußball-Bundesligisten. Bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz war Enke die Nummer 2 der DFB-Elf hinter Stammtorwart Lehmann.

„Der VfB Stuttgart trauert in aller Stille um einen hervorragenden Sportler und Menschen. Unser Mitgefühl gilt in dieser schweren Zeit seiner Familie“, schrieb der Verein weiter. Die Schwaben hatten sich nach ihrem Meistertitel 2007 um eine Verpflichtung von Enke als Nachfolger für den damals zum spanischen Erstligisten FC Valencia wechselnden Timo Hildebrand bemüht. Enke entschied sich jedoch für einen Verbleib bei Hannover 96.

Quelle: vfb





 
10
. November 2009 – Jens Lehmann's Einblicke

Deutschlands ehemaliger Nationaltorhüter Jens Lehmann ist am Dienstag (10.11.09) 40 Jahre alt geworden. Für den heutigen Stuttgarter ein Grund zurück zu blicken.

 

 

 

Jens Lehmann's Einblicke

   Happy Birthday Jens (kicker)

 


8
. November 2009 – Gladbach - VfB - 0:0 - Lehmann hält den Punkt fest

„Vergolden“ wollten Borussia Mönchengladbach und der VfB Stuttgart ihre Ergebnisse vom letzten Spieltag, als die Borussia 3:2 in Hamburg gewonnen hatte und der VfB 0:0 gegen die Bayern spielte. Doch viel Glanz kam beim Aufeinandertreffen beider Mannschaften am Samstag dabei nicht heraus - und vor allem Mönchengladbach musste nach dem torlosen Unentschieden vielen vergebenen Chancen hinterher trauern. Stuttgart hatte viel Glück - und einen starken Jens Lehmann im Tor.

Selbstvertrauen, so hatte der Stuttgarter Trainer Markus Babbel gehofft, sollte dem VfB auch das 1:1 in der Champions League beim FC Sevilla eingehaucht haben, stattdessen aber hatten die Schwaben vor allem zwei Verletzte mitgebracht. Nationalspieler Tasci, der wegen einer Ermüdungsreaktion im linken Fuß pausieren musste, verlängerte die lange Stuttgarter Ausfallliste um eine weitere Position. Sein Innenverteidigerkollege Delpierre spielte dagegen trotz eines Mittelhandbruchs mit einer Karbonschiene.

In der Anfangsphase erinnerte der VfB tatsächlich an seine Darbietung in Sevilla - allerdings an die miserable erste Halbzeit. Drei, vier gute Chancen boten sich den Gladbachern in der ersten Viertelstunde, als die Stuttgarter Abwehr mit Nachlässigkeiten kräftig mithalf. Die Borussia beherrschte das Geschehen, trotzdem hätte der VfB mit seiner ersten Möglichkeit in Führung gehen können, doch Pogrebnjak schoss den Ball aus fünf Metern am Tor vorbei. Zufrieden war Babbel aus gutem Grund offenbar keineswegs - schon nach 25 Minuten schickte er alle Reservespieler zum Warmmachen.

Gefährlich wurde Gladbach immer, wenn Marco Reus an den Ball kam. Mit seinen Dribblings stellte er seine Gegenspieler mitunter vor unlösbare Probleme. Dementsprechend groß war die Aufregung, als er nach einem Zusammenprall über den Platz humpelte. Die Auswechslung wurde schon vorbereitet, als Reus wieder zu einem Solo ansetzte - und von der Strafraumgrenze über das Tor (22. Minute) schoss. Reus blieb im Spiel und konnte so kurz vor der Pause beinahe die Führung vorbereiten. Wieder war es einer seiner Alleingänge, der die Stuttgarter Abwehr durcheinander wirbelte, und erst Boka konnte die Hereingabe zwei Meter vor dem Tor in höchster Not abwehren.

Die zweite Halbzeit begann genauso wie die erste - Mönchengladbach stürmte und drängte. Der überfordert wirkende VfB geriet wieder mächtig unter Druck, aber die Borussia vergab abermals beste Chancen. Erst traf Reus fünf Meter vor dem Tor im Fallen den Ball nicht richtig (48.). Danach bewahrte Lehmann seine Mannschaft vor dem Rückstand, als er einen Kopfball von Friend artistisch abwehrte und an den Nachschuss von Reus noch die Füße brachte. Und dann hätte Zdravko Kuzmanovic die Schwaben beinahe in Führung gebracht, doch der Schuss des Serben klatschte nur an den Pfosten (73.).


 

6. November 2009 – "Winterzauber" mit Jens und Conny Lehmann


Ein wenig Winterzauber in der Maximilianstraße verbreitete die Luxusuhrenmarke Omega, als man am Abend des 05.11.2009 die Boutique in der Münchner Maximilianstraße in ein vorweihnachtliches Winterkleid tauchte.

Gäste der "Winterzauber"-Party waren unter anderen auch Fußballer Jens Lehmann mit Frau Conny. Auch Medienmanager Martin Krug und Moderatorin Verena Kerth sowie viele andere mehr folgten der Einladung von Philippe Roten, Regional Manager of Omega Brand Operation und Münchens Store Manager Marius Lüönd zu einem exklusiven Empfang in einer der schönsten Prachtstraßen Münchens.

 

 

 

6. November 2009 – Champions League – Punkt für Stuttgart – Sieg für Babbel

Dank einer emotionalen Rede seines Trainers wahrt der VfB die Chance auf das Champions-League-Achtelfinale

Sevilla - Jens Lehmann verteidigte den Ball wie eine Löwenmutter ihr Junges. Es ist verboten, das silberfarbene Spielgerät mit den roten Sternen mit nach Hause zu nehmen, doch diesmal machte der Mann vom europäischen Verband Uefa eine Ausnahme: Der Torwart durfte das Mitbringsel für seine Kinder nach Deutschland ausführen. Dort wird es ihn an ein besonderes Spiel erinnern. Ein unerwartetes 1:1 (0:1) hatte der frühere Nationaltorhüter zuvor mit dem VfB Stuttgart beim spanischen Spitzenklub FC Sevilla erreicht.

Die Schwaben fielen an diesem Abend in Extreme. In der ersten Hälfte zeigten sie ihre schlechteste, in der zweiten Hälfte ihre beste Saisonleistung. Dass sie nun das Achtelfinale der Champions League mit zwei Siegen noch aus eigener Kraft erreichen können, ist besonders ein Verdienst ihres vielkritisierten Trainers. Markus Babbel war, obwohl nur an der Seitenlinie stehend, der Gewinner des Abends.

"Der Trainer hat alles richtig gemacht, er leistet sehr gute Arbeit", sagte Zdravko Kuzmanovic. Der 8,5 Millionen Euro teure Zugang hatte in der 79. Minute sein erstes Tor für den VfB geschossen und war im Anschluss schnurstracks zu Babbel gelaufen. Eine bewusste Geste sei dies gewesen, sagte der Serbe später. Er habe zeigen wollen, dass die Mannschaft hinter ihrem Trainer steht.

Daran atte Markus Babbel in der ersten Hälfte, die ein Festival an Unzulänglichkeit und Fehlpässen bot, selbst Zweifel gehabt. Besonders gestandene Nationalspieler wie Thomas Hitzlsperger oder Khalid Boulahrouz spielten so nervös und schlecht, als würden sie gerade ihren ersten internationalen Auftritt bestreiten.

"Meine Spieler haben sich vor Angst in die Hosen gemacht, das war mir unverständlich", sagte Babbel, der sich noch lange vor dem Halbzeitpfiff ratlos auf seine Trainerbank zurückgezogen und dort nach eigener Aussage gehofft hatte, dass das 0:1 durch Jesus Navas (14.) das einzige Tor der Gastgeber bis zum Seitenwechsel bleiben möge. "Irgendwann fällt einem ja auch nichts mehr ein", gab der 37-Jährige nach dem Remis zu.

Die Schockstarre endete mit dem Pausenpfiff. Babbel stapfte in die Kabine und hielt die emotionalste Halbzeitansprache seiner noch jungen Karriere. Es wurde "laut, sehr laut", wie Verteidiger Serdar Tasci sagte. Babbel schrie seine Spieler an. "Ich habe ihnen gesagt, dass in diesem Raum nur einer Angst haben muss, nämlich ich. Es geht hier um meinen Kopf, nicht um den der Spieler." Er appellierte an die Ehre seiner Profis, daran, dass sie sich in der Champions League präsentieren und ihren Marktwert steigern können. Und wenn sie sich entsprechend bemühten, hätte er auch kein Problem damit, für sie seinen Job zu verlieren. Das sei Teil des Geschäfts: "Aber für solch eine Halbzeit halte ich meinen Kopf nicht hin. Das war katastrophal und nicht VfB-würdig."

Der Babbelsche Ausbruch dauerte nur wenige Minuten und überraschte den Urheber selbst ein wenig: "Normalerweise bin ich nicht so, ich versuche es ja immer im Guten." Um Abstand zu gewinnen, ging Babbel zurück aufs Spielfeld und ließ die Profis für den Rest der Pause allein in der Kabine zurück. In der Folge wechselte er dann in Sebastian Rudy, Stefano Celozzi und Julian Schieber blutjunge Spieler ein, die maßgeblich für die Kehrtwende im Stadion Ramon Sanchez Pizjuan zu Sevilla verantwortlich zeichneten.


Plötzlich lief das Spiel, der VfB dominierte den Gegner und verdiente sich mit einem leidenschaftlichen Auftritt den einen Punkt redlich. "Ich hoffe natürlich, dass dies auch auf meine Ansprache zurück zu führen ist, sonst wäre ich ja überflüssig", sagte Babbel, "es ist wie bei kleinen Kindern - da muss man auch ab und zu laut werden."

Sein Händchen bei den Einwechslungen wollte er unterdessen nicht überbewertet wissen. Bei derart vielen Spielern unter Form sei es nicht schwierig gewesen, Treffer zu landen. Den direkten Vergleich mit seinem Gegenüber gewann Babbel dennoch klar - ohne Not hatte Manuel Jimenez seine drei Wechselmöglichkeiten verpulvert und in Schlussphase nur noch zehn Spieler auf dem Platz, da Aldo Duscher verletzt ausgeschieden war.

Nun würden die Stuttgarter die zweite Hälfte gern zum Anlass nehmen, eine Wende in der bislang so tristen Saison zu beschwören. Diese wirklich auszurufen, trauen sie sich vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel morgen gegen Borussia Mönchengladbach aber nicht - zu unberechenbar sind die Leistungen der eigenen Mannschaft. "In Gladbach wird sich zeigen, ob die Spieler die Doppelbelastung aus Champions League und Bundesliga nicht nur aushalten, sondern auch wollen", sagte Manager Horst Heldt und hatte gleich noch einen Tipp parat. Gerade die erfahrenen Spieler sollten sich ein Beispiel an den unbekümmert auftretenden Jungen nehmen: "Manchmal ist es hilfreich, weniger zu denken."

Quelle: welt.de
 

 

 




1. November 2009 -
VfB Stuttgart - Bayern München - 0:0

Ein kämpferischer VfB Stuttgart stoppt beim mäßigen 0:0 gegen den FC Bayern München seine Talfahrt - und sichert Trainer Markus Babbel damit zumindest vorerst den Arbeitsplatz.

Südschlager werden die Spiele zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Bayern München gerne genannt, doch von einem Schlagerspiel war an diesem Samstagnachmittag wenig zu erkennen. Dennoch dürften sich die Stuttgarter nach Wochen der Erfolgslosigkeit mal wieder auf die Brust klopfen, denn sie trotzten dem deutschen Rekordmeister hochverdient ein 0:0 ab. Allerdings verpasste der VfB drei Tage nach der Bestätigung von Markus Babbel als Teamchef am Samstag vor 42 000 Zuschauer im traditionell gegen die Bayern ausverkauften Stuttgarter Stadion den erhofften Befreiungsschlag.

Bei Bayern fehlten die verletzten Franck Ribéry und Ivica Olic; zudem schonte Trainer Louis van Gaal Arjen Robben im Hinblick auf die Champions-League-Partie gegen Bordeaux. Dafür dürfte der zuletzt nur ein Ersatzspieler-Dasein fristende Mario Gomez gegen seinen ehemaligen Club von Beginn an für Luca Toni stürmen. Die VfB-Anhänger pfiffen ihren blass bleibenden einstigen Liebling bei fast jeder Aktion gnadenlos aus.

Babbel musste auf die verletzten Sami Khedira und Cacau verzichten. Ciprian Marica stand überraschend in der Startformation, obwohl der Rumäne bei der Pokal-Pleite gegen Zweitligist SpVgg Greuther Fürth zahlreiche Chancen kläglich vergeben hatte. Zudem spielte Alexander Hleb anstelle von Elson als kreative Kraft.

Die Stuttgarter starteten völlig unbeeindruckt von der jüngsten Niederlagenserie und den Turbulenzen um ihren Teamchef mit stürmischen Attacken und - wie von Babbel gefordert - ohne Angst vor dem Favoriten. Schüsse von Christian Träsch (3.) und Julian Schieber (6.) parierte jeweils der aufmerksame Münchner Torhüter Jörg Butt. Zudem klärte Abwehrchef Daniel van Buyten (5.) nach einem Marica- Schuss.

Die Bayern benötigten einige Zeit, um sich von dem Druck zu befreien und selbst nach vorne zu agieren. Nach einem Abpraller wehrte VfB-Schlussmann Jens Lehmann gedankenschnell den Ball ab (17.). Für die einzig weitere Gefahr sorgte Anatoly Timoschtschuk mit einem Distanzschuss, den Lehmann noch zur Ecke abwehren konnte (25.). Ansonsten neutralisierten sich beide Teams bei dem allenfalls durchschnittlichen Süd-Gipfel.

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich dem VfB durch einen von Butt parierten Kopfball von Roberto Hilbert (51.) die erste Chance. Der erst kurz zuvor für den enttäuschenden Miroslav Klose eingewechselte Luca Toni verpasste nach einer scharfen Hereingabe knapp den Ball (67.). Insgesamt sorgten aber beide Teams kaum für Torgefahr. Beide Abwehrreihen hatten die gegnerische Offensive jeweils gut im Griff.

Quelle: rp-online

 

 

 

   

27. Oktober 2009 - Interview - Jens Lehmann: "Der Trainer bietet gute Arbeit an"

Der VfB Stuttgart steckt nach dem 0:1-Pokal-Aus bei Greuther Fürth weiter in einer Ergebniskrise. Jens Lehmann stellt sich dennoch hinter Trainer Babbel: Markus ist ein guter."

Das bittere Pokal-Aus mit 0:1 bei Greuther Fürth hat die schwierige Situation beim VfB Stuttgart noch einmal verschärft. Schlussmann Jens Lehmann versucht sich im Interview an einem Rezept der Krisenbewältigung, stellt sich hinter Coach Markus Babbel und hat auch noch ein Statement zu den Balljungen übrig.

Frage: "Jens Lehmann, das 0:1 in Fürth war die fünfte Pleite des VfB Stuttgart in Folge..."

Jens Lehmann: "Wir stecken einfach in einer Pechphase. Bei uns springen die Bälle vom Innenpfosten nicht rein, auf der anderen Seite wird einmal aufs Tor geschossen und der Ball ist drin. Wir sollten einfach mal die Chancen reinmachen, die sich uns bieten. Aber da kommen wir nur mit harter Arbeit raus. Wir haben keine Notsituation, sind nicht abgeschlagen auf einem Abstiegsplatz. Mit zwei, drei Siegen können wir wieder nach oben kommen."

Frage: "Haben Sie so etwas in Ihrer langen Karriere schon einmal erlebt?"

Lehmann: "Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich noch nie fünfmal hintereinander verloren. So gesehen ist es die bitterste Phase. Auf der anderen Seite genieße ich das Fußballspielen, weil ich meine letzte Saison mache. Deshalb bin ich aber auch zutiefst enttäuscht, denn es war meine letzte Chance nach Berlin zu kommen. Das ist jetzt vorbei, die Chance gibt es nicht mehr."

Frage: "Wie sehen Sie die Situation von Trainer Markus Babbel?"

Lehmann: "Der Verein weiß, dass ich für Konstanz bin. Der Trainer hat uns in die Champions League geführt, das kann man nicht genug schätzen. Fehler, die wir Spieler machen, sollten nicht mit Fehlern des Vereins gutgemacht werden. In solchen Phasen muss man Geduld zeigen, wenn man vom Trainer überzeugt ist. Ich hatte in meiner Karriere viele Trainer, Markus ist ein guter. Er weiß, was in dieser Situation zu tun ist."

Frage: "Glauben Sie, dass davon auch Sportvorstand Horst Heldt überzeugt ist?"

Lehmann: "Horst Heldt war auch im Stadion und hat gesehen, wie leidenschaftlich die Mannschaft gekämpft hat. Der Trainer bietet gute Arbeit an."

Frage: "Können Sie sich in dieser Situation überhaupt auf die anstehenden Kracher-Spiele gegen Bayern München und den FC Sevilla freuen?"

Lehmann: "Ich spiele gern Fußball, deshalb freue ich mich natürlich auf diese Spiele. Aber wir sollten endlich mal wieder gewinnen."

Frage: "Nach dem Zwischenfall von Hannover hatten Sie erneut Ärger mit einem Balljungen, dem Sie den Ball aus den Händen rissen..."

Lehmann: "Das ist seit 20 Jahren so: Man verlangt Bälle von Balljungen, die sich dann Zeit lassen. Aber der Balljunge hier hat sich ordentlich benommen."

Quelle: sid

 

 



 

 

 

     
 
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