30. November
2008 - VfB - Schalke 04 - 2:0 -
Man of the Match: Jens Lehmann
Die sechzehnte Minute, sie war vielleicht die
spielentscheidende Szene in der Sonntagspartie zwischen den
schwächelnden Teams aus Stuttgart und Schalke. Es war die Minute, in der
VfB-Keeper Jens Lehmann den von Jefferson Farfán getretenen Strafstoß
parierte und sein Team so vor dem frühen Rückstand bewahrte.
Nicht
nur in dieser Szene war der Routinier auf dem Posten: In der ersten Halbzeit,
in der die Schalker das bessere Team stellten, war Lehmann gleich mehrmals
entscheidender Rückhalt für die Elf des neuen Teamchefs Markus Babbel, der
vor einer Woche den Posten des entlassenen Trainers Armin Veh eingenommen
hatte. Nicht ohne Ironie ist es, dass ausgerechnet Lehmann zur
mitentscheidenden Figur dieses Spiels wurde:
Von 1988 bis 1998
hütete der Keeper einst selbst das Tor der Schalker, ehe er über den AC
Mailand, Dortmund und London im Sommer nach Stuttgart fand. So war es Lehmann
nach der Partie auch etwas unangenehm, dass gerade er „seinen" Schalkern mit
den Garaus bereitete und empfand dies als „ein bißchen schade" - so sehr er
sich als VfB-Profi auch über den Sieg freute.
Simak und
Gomez schiessen VfB zum Sieg
Nach der Pause
fanden die Schwaben zunehmend besser in die Partie, Jan Simak und Mario Gomez
schossen den VfB mit ihren späten Treffern zum 2:0-Erfolg. Wer weiß, ob die
verunsicherte Mannschaft auch nach einem Rückstand noch zurückgekommen wäre?
Lehmanns Anteil am dreifachen Punktgewinn war daher erheblich.
"Das
hat viele Nerven gekostet", sagte Markus Babbel nach dem Spiel. "Wir mussten
uns das Glück heute erarbeiten. Großer Dank auch an Jens Lehmann. Der hat
uns lange Zeit am Leben erhalten.“
24. November
2008 -
Stuttgart stößt Achtelfinal-Tür auf
Der VfB Stuttgart hat sich die Chance auf die K.-o.-Runde des
UEFA-Cups bewahrt. Die Schwaben schafften in der Gruppe C bei Sampdoria
Genua ein 1:1-Unentschieden. Damit feierte Teamchef Markus Babbel eine
gelungene Premiere auf der VfB-Bank. Stuttgart kann am 18. Dezember mit
einem Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Standard Lüttich das
Weiterkommen perfekt machen.
Ich bin nicht wirklich zufrieden mit dem Ergebnis, denn wir haben sehr
gut gespielt und hätten durchaus gewinnen können. Die Jungs haben sehr
viel richtig gemacht. So stelle ich mir das gegen Schalke auch vor",
sagte Babbel nach seinem ersten Spiel als Coach.
Babbel hatte von seinen Profis Mumm und Willen gefordert - und die
Spieler waren von Beginn an bemüht, dieser Anweisung gerecht zu werden.
Zwar bestimmte Genua zunächst das Spielgeschehen, Stuttgart hielt jedoch
mit Macht dagegen und kam schon mit der ersten Chance zum Torerfolg:
Mario Gomez flankte nach innen, Genua bekam den Ball nicht weg und
Marica erzielte aus dem Gewühl heraus das frühe 0:1.
In der Folgezeit setzte Sampdoria alles daran, den frühen Rückstand
wettzumachen - gute Chancen blieben aber zunächst aus. Dagegen hätte
Gomez sogar auf 0:2 erhöhen können. Die VfB-Abwehr stand sicher, Genuas
Druck verpuffte oft schon im Mittelfeld. Doch dann drehten die
Hausherren auf. Zunächst lenkte Lehmann einen Kopfball von Daniele Franceschini an den Pfosten, parierte anschließend einen Kopfball von
Paolo Sammarco. Bei dessen Nachschuss war Lehmann dann aber machtlos.
Genua glich zum 1:1-Pausenstand aus.
Nach dem Seitenwechsel hatte dann der VfB Feldvorteile. Einsatz und
Spielfluss stimmten bei den Schwaben, Babbel nahm es zufrieden zur
Kenntnis. Doch ein Tor wollte weder Gomez per Kopf noch Hitzlsperger
oder Marica bei ihren Schüssen aus der zweiten Reihe glücken.
Vom Tabellen-13. der Serie A kam fast nichts mehr, was in erster Linie
am sehr gut organisierten und nimmermüde arbeitenden VfB lag. Ein
verdienter Punktgewinn für den VfB, der das Remis allerdings mit der
Verletzung von Ludovic Magnin bezahlen musste. Mit einem Muskelfaserriss
wird er laut Babbel zwei Wochen lang ausfallen.
24.
November 2008 - Erster Arbeitstag mit neuem Trainerduo
Am Tag danach wehte
den VfB-Profis auf dem Trainingsplatz ein eisiger Wind entgegen. Der nach
eigener Aussage über sein Engagement «extrem überraschte» Widmayer gab an
seinem ersten Arbeitstag beim Warmlaufen das Tempo vor, Babbel verfolgte die
intensive Einheit zumeist als Beobachter aus der Distanz. «Ich bin von Felix
Magath geprägt. Man muss immer wieder an die Grenzen ran und auch darüber
hinaus», versprach Widmayer seinen neuen Schützlingen ein verschärftes
Trainings-Regime.
Die Rollenverteilung
ist beim neuen Duo klar. «Ich werde Markus total unterstützen», betonte Widmayer,
der einst als Co-Trainer die zweite VfB-Mannschaft betreute und zuletzt als
Assistent von Krassimir Balakow in der Schweiz arbeitete. Zwar besitzt der 41-
Jährige im Gegensatz zu Babbel die für die Bundesliga erforderliche Lizenz als
Fußballlehrer, den Takt aber gibt der neue Teamchef vor.
«Ich kann relativ
wertfrei herangehen», kündigte Babbel neue Chancen für die Spieler aus der
zweiten Reihe an. «Wir wollen eine Truppe, die für den Verein alles gibt», sagte
der gebürtige Münchner, der die zuletzt fehlende mannschaftliche Geschlossenheit
bemängelte. «Wir wollen die Kopf-Blockade lösen und müssen wieder als Team
auftreten», forderte Babbel, der mit dem FC Bayern und dem FC Liverpool Titel
sammelte und zum Abschluss seiner aktiven Karriere vor eineinhalb Jahren noch
einmal Meister mit dem VfB wurde.
«Er kommt direkt aus
der Mannschaft. Das Verhältnis ist sehr gut, er hat einen hervorragenden
Charakter», lobte Hitzlsperger seinen neuen Chef, der seit Juli 2007 als
Assistenztrainer bei Veh in die Lehre gegangen war. Babbel selbst lobte noch
einmal die «tolle Zusammenarbeit» mit seinem Vorgänger. «Ich bin nicht glücklich
über die Art und Weise, wie es zustande gekommen ist», meinte der Teamchef zum
abrupten Abschied von Veh.
852 Minuten ohne Gegentor –
Champions League-Rekord
Jens Lehmann schreibt über seine
Karriere in der Bundesliga, in der Nationalmannschaft und im internationalen
Spitzenfußball. Über seine Erfahrungen, Desaster, Siege und Triumphe. Über
seine Clubs, Mitspieler und Trainer, über Erfolgsstrategien im Spitzensport ...
mehr
An ihm scheiden sich
die Geister. Jens Lehmann (39) hat viele Gegner und nicht weniger Fürsprecher.
Aber was für ein Typ ist der VfB-Keeper wirklich?
Der kicker geht in
seiner neuesten Ausgabe dieser Frage nach ...
16.
November 2008 -
Stuttgart nach Nullnummer nur noch
Mittelmaß
(sid) Arminia Bielelfeld hat im Abstiegskampf der Bundesliga ein kleines
Erfolgserlebnis gefeiert und die Mini-Krise beim VfB
Stuttgart verschärft. Die Ostwestfalen erkämpften bei den Schwaben ein
0:0 und damit nach zwei Pleiten zumindest wieder einen Punkt. Dennoch wartet
die Arminia nun seit acht Spielen auf den ersten Dreier, Stuttgart ist seit
vier Partien sieglos.
In einem über weite Strecken langweiligen Spiel ohne Tempo und
spielerischen Glanz war Stuttgart das spielbestimmende Team gegen offensiv
harmlose Gäste. Doch auch beim VfB lief nur wenig zusammen. Die Mannschaft
von Trainer Armin Veh offenbarte stattdessen erneut Konzentrationsschwächen
und diktierte das Geschehen nur phasenweise.
52.000 Zuschauer in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena sahen eine schwache
erste Halbzeit. Weil sich Bielefeld weit zurückzog, musste der VfB das
Kommando übernehmen. Doch wie in den vergangenen Wochen fehlte im Mittelfeld
eine ordnende Hand. Veh hatte sich gegen Nationalspieler Thomas
Hitzlsperger entschieden und stattdessen Sami
Khedira gebracht. Der musste aber bald verletzt ausgewechselt werden
(36.). Für ihn kam dann nicht Hitzlsperger, sondern Roberto
Hilbert - Spielwitz brachte aber auch er nicht.
Bielefeld hielt kämpferisch dagegen und beschränkte sich dabei weitgehend
auf die Defensive. Bei gelegentlichen Gegenstößen blieben die Gäste
harmlos. Wenn es Chancen gab, dann auf der anderen Seite. Doch sowohl Mario
Gomez (15./39./44.) als auch Matthieu Delpierre per Kopf (25.) brachten
das Arminia-Tor mit ihren Versuchen nicht ernsthaft in Gefahr.
Nach dem Seitenwechsel war beim VfB zunächst wenigstens etwas mehr
Siegeswille zu spüren - doch auch dieses Strohfeuer war schon bald erloschen.
Für den ersten großen Aufreger sorgte kurz nach der Pause Torhüter Lehmann
mit einem Abwurf auf den Bielefelder Stürmer Christopher Katongo. Der eilte
unbedrängt auf den Ex-Nationaltorwart zu, doch Lehmann machte seinen Lapsus
mit einer Klasseparade wett und rettete auch beim Nachschuss des blassen Artur
Wichniarek.
Von Stuttgart war jenseits des blanken Bemühens fast nichts zu sehen -
kein Esprit, keine Ideen. Ein Schuss von Elson aus 25 Metern, den Bielfelds
Torwart Dennis
Eilhoff stark parierte, war lange die beste Chance (59.). Erneut Elson
hatte wenig später das 1:0 auf dem Fuß, doch aus diesmal rund acht Metern
fand er wieder in Eilhoff seinen Meister. Martin Lanig verpasste eine
Viertelstunde vor Schluss aus spitzem Winkel.
Quelle: eurosport
VfB-Keeper Jens Lehmann: "Wir
haben schon bessere Spiele abgeliefert. Es ist schwer zu sagen, an was es heute
lag. Wir brauchen jetzt Geduld und müssen hoffen, dass es wieder besser läuft.
In der Situation kurz nach der Pause wollte ich den Ball flach über den Gegner
werfen. Dabei habe ich meine eigene Position falsch eingeschätzt. Ich stand
tiefer als ich dachte und werfe den Spieler an. Zum Glück habe ich dann aber
den Ball wenigstens noch gehalten."
9.
November 2008 -
Gomez rettet Stuttgart nach
packender Partie einen Punkt
Mit einem 2:2- Remis
trennten sich am Sonntagabend Eintracht Frankfurt und der VfB Stuttgart. 51.000
Zuschauer sahen in der ausverkauften Commerzbank- Arena ein packendes und
unterhaltsames Spiel. Die Frankfurter mussten wieder ohne ihren Goalgetter
Amanatidis auskommen, der verletzungsbedingt bis voraussichtlich Februar
ausfallen wird, und setzten somit fast auf die gleichen Kräfte wie vor einer
Woche in Mönchengladbach. Stuttgart ließ die gleichen Spieler wie im
vorangegangen Spiel gegen Partizan Belgrad auflaufen. Lediglich Hitzlsperger
durfte für Hilbert wieder von Anfang an ran.
Die
Anfangsphase war wohl das, was man als offenen Schlagabtausch bezeichnen würde.
Das Spiel lebte vom Pressing und der Intensität und konnte seinen ersten
Höhepunkt in der neunten Spielminute verzeichnen, als Ochs den Ball nach einem
Konter im Tor versenkte, aber zurückgepfiffen wurde, da das Spiel vorher
unterbrochen worden war. Die Spielanteile waren gleich verteilt. Auf Stuttgarter
Seite war es Marica, der in der Anfangsphase einen guten Eindruck machte und
gleich zwei gute Chancen, in der 14. wie auch 17. Minute, ermöglichte. Die
darauffolgende Situation sollte zum Führungstreffer der Frankfurter führen. Nach
einem grandiosen Pass von Fink auf Ochs, lief dieser frei auf der rechten Seite
auf das Stuttgarter Tor zu und flankte in den Strafraum. Dort stand Fenin ,der
den Ball zuerst nicht an Lehmann vorbeibringen konnte, woraufhin Liberopoulos,
nach der unglücklichen Abwehr des VfB- Keepers in die Mitte, das Spielgerät
völlig frei im Tor versenken konnte.
Von nun an nahm die Spielintensität zu. Die Frankfurter gewannen mehr Zweikämpfe
und zwangen die Stuttgarter durch konsequenteres und zielstrebigeres Agieren zu
Ballverlusten. Die einzigen Lebenszeichen der Stuttgarter waren Schüsse aus der
Distanz, die überwiegend nur von Lanig ausgingen. Die Schlussphase der ersten
Halbzeit gehörte jedoch Nikolov, der in der 36. Minute einen Kopfpall Lanigs
über die Latte lenkte und wie auch den Drehschuss Maricas in der 42. Spielminute
glänzend parierte.
Nach der Halbzeit
ging es genauso weiter wie es aufgehört hatte: Frankfurt spielte aggressiver und
effektiver. Nachdem Träsch sich auf der rechten Angriffsseite die Zähne an Köher
ausbiss lag die nächste Stuttgarter Chance in der 50. Minute, die Nikolov erneut
stark rausholte. Zuvor war Marica auf links gestartet und hatte Gomez in der
Mitte mit einer guten Hereingabe bedient, die dieser jedoch nicht verwerten
konnte. In der 60. Minute musste der Kapitän Hitzlsperger dann den Platz für
Simak räumen, der zunächst wieder für gute Chancen sorgte (64.). Für die
Frankfurter gestalteten die jungen Wilden Korkmaz und Fenin, die heute positiv
auf sich aufmerksam machten, durchgehend das Offensivgeschehen.
Drei Minuten danach wurde es erneut gefährlich im Stuttgarter Strafraum. Lehmann
irrte während der Ecke in seinem Fünfmeterraum rum und konnte dann dennoch den
Ball kurz vor der Linie parieren. Zuvor war Cacau für Marica ins Spiel gekommen.
Kurz nach der Einwechslung gelang dem VfB Stuttgart der 2:1- Anschlusstreffer.
Bei der Flanke von Elson, der ein gutes Spiel machte, agierte die Frankfurter
Defensive viel zu passiv und ließ Lanig mit dem Kopf zum 2:1 gewähren (71.). Veh
reagierte und wechselte Khedira für Träsch ein. Die Frankfurter wechselten
daraufhin ebenfalls. Funkel nahm den starken Korkmaz für Tsoumou raus (74.).
Nach dem Tor wirkte Stuttgart nun agiler. In der Schlussphase sah Lehmann noch
seine vierte Gelbe Karte der Saison- zum wiederholten Male wegen Meckerns.
Ebenfalls Gelb wegen Meckerns gab es für Cacau. Zuvor sahen schon Delpierre,
Osorio, Galindo, Ochs und Fenin den gelben Karton vom Unparteiischen Babak
Rafati.
Die
letzen Fünf Minuten des Spiels hatten es sich dann noch in sich. Die
Einwechslung von Ljubicic für Toski in der 85. Minute half nicht mehr: Gomez
rettete in der 87. Minute den VfB Stuttgart vor einer Niederlage. Nach einer
Flanke von Cacau stieg Gomez am höchsten und versenkte den Ball im langen
Toreck. Nach Protesten der Stuttgarter und Beratungen von Rafati mit seinem
Linienrichter, wurde der Treffer gegeben, der den Stuttgartern eigentlich fast
verwährt geblieben wäre, nach einem völlig normalen und irrelevanten
Körpereinsatz von Gomez im Strafraum. Nikolov sah nach einer Rudelbildung dann
auch noch wegen Meckerns die gelbe Karte. Zuvor bat der Stadionsprecher den
Stuttgarter Block zur Vernunft. Hier waren Feuerwerkskörper entzündet worden. In
der Nachspielzeit wäre den Stuttgartern sogar fast noch der Siegtreffer
gelungen. Gomez setzte den Ball mit dem Kopf nach einer zu kurzen Abwehr
Nikolovs und einem Schuss Simaks knapp neben den rechten Torpfosten.
Ein unterhaltsames Spiel und ein weiterer Schritt für Stuttgart aus der Krise,
nach dem starken Auftritt am Donnerstag gegen Belgrad.
Nächste Woche ruft die Pflichtaufgabe Arminia Bielefeld in die heimischen
Mercedes-Benz-Arena.
Verfasser: Ozan Solmus
Jens Lehmann: "Irgendwo muss es Bessere geben"
Jens Lehmann konnte seinen Ärger über Schiedsrichter Babak Rafati nicht
bremsen.
"Wir haben allen
Grund, uns über die Leistung des Schiedsrichter nicht gerade glücklich zu
zeigen. Ich frage mich immer, wofür die Schiedsrichter pfeifen. Das sind
eigentlich unsere Schiedsrichter und nicht die Schiedsrichter für die zwei
Leute, die auf der Tribüne sitzen und ihre Berichte schreiben. Und was der Mann
da macht: Das ist unglaublich! Er sieht es bei unserem zweiten Gegentor nicht.
Ob das bei unserem Ausgleich ein Foul war, das kann ich nicht beurteilen, dafür
bin ich zu weit. Aber die Frankfurter regen sich auf, wir regen uns auf - das
kann doch nicht sein! Vorher gab's eine Situation, wo sich der Frankfurter
Spieler fallen lässt und eine Verletzung markiert, so dass wir nicht kontern
können. Der Schiedsrichter sagt, er muss die Verletzung ahnden, dann steht der
Mann auf und läuft weiter und lässt sich noch nicht einmal außerhalb des Platzes
behandeln. Und ich sag 'Guck mal! Da geht er, da geht er!' Da zeigt er mir die
Gelbe Karte - unglaublich. So schlecht! Da brauche ich in Zukunft gar nicht mehr
anzutreten. Ich habe in dieser Saison drei Gelbe Karten wegen Meckerns bekommen.
Dabei habe ich nicht einmal etwas Böses zum Schiedsrichter gesagt. Irgendwo muss
es Bessere geben. Tut mir leid, aber das kann so nicht weitergehen. Das ist ja
auch traurig für die Liga."
8. November 2008 - "Man muss immer aufpassen, was
der Ball macht"
Am Rande der
Vorstellung des neuen NIKE Balls in Ludwigsburg spricht Jens Lehmann mit
torwart.de über die Entwicklung der Bälle, die Situation beim VfB Stuttgart
und seine Eingewöhnungszeit in die Bundesliga. Hier einige Auszüge des
Interviews:
torwart.de:
Die Zeit der Eingewöhnung in der Bundesliga ist jetzt so langsam vorbei. Wie fällt
Ihre Bilanz bisher aus? War es der richtige Schritt, zum VfB zu gehen?
Lehmann:
Auf jeden Fall. Ich bin hier sehr herzlich willkommen worden. Wir haben einen
Start hingelegt, der, im Vergleich zu den vergangenen Jahren beim VfB, ganz gut
war. Dies gibt Anlass zum Optimismus für die restliche Saison. Die Stadien sind
schön, was ich ja schon von der WM wusste. Für mich als Spieler, der unter dem
Eindruck empfangen wurde, dass die WM erst zwei Jahre her ist, ist es angenehm,
wenn man in fremde Stadien kommt und die Leute einem zujubeln.
torwart.de: Hat
sich da wirklich etwas verändert im Vergleich zu früher?
Lehmann:
Ja. Als ich früher in Deutschland gespielt habe, hat man für einen Verein
gespielt und wurde sonst überall ausgepfiffen. Die ist jetzt nicht mehr
unbedingt der Fall, was ganz schön für mich ist.
torwart.de: Wie
schätzen Sie momentan das Leistungsniveau im Torwartbereich in Deutschland ein?
Lehmann:
Es ist schwierig für mich, dies richtig zu beurteilen. Ich schaue mir nicht
jedes Spiel an.
Gerade in der Zeit als ich in England war, konnte ich das auch schlecht einschätzen.
Ich denke es ist ganz gut. Aber letzten Endes zählt der internationale
Vergleich. Es sollte das Ziel sein, entweder in der Champions League mit einem
deutschen Verein weit zu kommen oder bei einem internationalen Topverein zu
spielen und sich dort durchzusetzen.
torwart.de: Gibt
es einen Unterschied zwischen der englischen Premier League und der Bundesliga
im Torwartbereich.
Lehmann:
In England ist das Spiel viel schneller. Das merkt man schon als Torwart. Häufig
ist es auch so, dass Situationen in England besser zu Ende gespielt werden,
gerade beim Torabschluss. In Deutschland habe ich manchmal das Gefühl, dass aus
aussichtsreichen Situationen dann doch nichts wird. Daher ist die Beanspruchung
durch das Tempo und die Physis in England etwas höher.
torwart.de: Es
gibt ja die Diskussion in den Medien um Ihre Privilegien. Auch der
Hubschrauberflug wurde thematisiert. Lässt Sie das komplett kalt?
Lehmann:
Natürlich lässt mich das kalt. Ich weiß, dass die Medien nur darauf
warten, so etwas als Anlass zu nehmen, Kritik zu äußern, falls ich mal eine
schlechte Phase bekomme und nicht so konstant halten sollte. Aber das ist
andererseits auch eine Herausforderung. Was die Privilegien betrifft ist es so,
dass ich an einem Tag pro Woche, wo ein Auslaufen der Mannschaft stattfindet, zu
meiner Familie kann. Der VfB stand vor der Wahl mich zu verpflichten, eben mit
dieser Bedingung. Und ich stand vor der Wahl, ich habe weiterhin Spaß am Fußball
aber ich habe auch eine Frau und kleine Kinder, von denen ich nicht die ganze
Zeit getrennt sein möchte.
torwart.de: Sie
haben eine enorme Strahlkraft beim VfB Stuttgart. Gibt es die Überlegung, auch
mit den Jugend- und Amateurtorhütern zusammen zu arbeiten? Wäre dies sinnvoll,
auch für den Verein, um das Niveau der Torhüter im Verein weiter zu
verbessern?
Lehmann:
Also von meiner Seite aus wäre das kein Problem. Ich habe in England
teilweise auch mit 14-jährigen trainiert. Wenn die Amateur- oder Jugendtorhüter
mal mittrainieren wollen, ist das Sache des Vereins. Ich würde das unterstützen.
torwart.de: Sie
hatten mit Arsène Wenger einen exzellenten Trainer bei Arsenal. Wie würden Sie
Armin Veh mit ihm vergleichen oder wo liegen die Stärken von Armin Veh?
Lehmann:
Vergleiche machen meistens unglücklich, deswegen vergleiche ich nicht so
gerne. Arsène Wenger ist natürlich ein hervorragender Trainer, was man auch an
der Konstanz seiner Arbeit sieht. Ich habe Armin Veh bislang als hervorragenden
Menschen und Trainer kennen gelernt, der auch eine tolle Art hat, mit der
Mannschaft umzugehen.
torwart.de: Haben
Sie sich schon Gedanken gemacht, wohin die Reise für Sie persönlich nach
dieser Saison geht?
Lehmann:
Nein, ich warte die Saison mal ab. Ich genieße gerade den Moment. Es macht
mir Spaß, Fußball zu spielen. Auch mit der Mannschaft macht es Spaß. Wenn der
VfB dann irgendwann auf eine Entscheidung drängt, kann ich mich immer noch
entscheiden.
6. November 2008 - UEFA-Cup:
Mario Gomez unwiderstehlich
»Veränderungen« hatte Trainer Armin Veh vor dem zweiten Uefa-Gruppenphasenspiel
des VfB Stuttgart gegen den serbischen Meister Partizan Belgrad angekündigt.
Gesagt, getan. Die personellen Konsequenzen nach der 1:3-Bundesliga-Niederlage
vom Samstag gegen den 1. FC Köln waren beim Anpfiff des tschechischen
Unparteiischen Pavel Karlovec gestern um 18.00 Uhr gewaltig: Gleich sechs
Umstellungen hatte Veh vorgenommen.
Auf der
Bank zunächst Platz nehmen mussten der zuletzt völlig außer Form befindliche
Kapitän Thomas Hitzlsperger, Arthur Boka und der Brasilianer Cacau. Dazu fehlten
Khalid Boulahrouz (Faserriss) und Sami Khedira (Grippe). Kurz vor Spielbeginn
musste auch noch Nationalverteidiger Serdar Tasci passen, der sich beim
Aufwärmen eine Oberschenkel-Verhärtung zugezogen hatte.
Neu in die Mannschaft für das Sechserpack rückten Ricardo Osorio, Ludovic
Magnin,
Christian Träsch, Martin Lanig, Elson und Ciprian Marica. »Schnell und aggressiv
ins Spiel kommen«, lautete die Devise von Armin Veh - und seine Truppe setzte
dies auch um. Chance auf Chance erspielten sich die Roten, doch weder Träsch
(3.), Mario Gomez (13.), Marica (14., 22.) noch Lanig trafen ins Schwarze. Der
Ex-Fürther Lanig hatte allerdings großes Pech, dass sein Kopfball (17.) vom
Pfosten zurückprallte. Mitte der ersten Hälfte kippte die Partie. Plötzlich
erspielten sich die Serben gegen zunehmend verunsicherter wirkende Schwaben ihre
Möglichkeiten. Die Besten vergaben Milos Bogunovic (24.) und Zoran Tosic (34.).
Mit Kopfschütteln und säuerlichen Mienen verließen die Stuttgarter Profis nach
45 Minuten den Platz, ähnliche Gesten bei den sportlich Verantwortlichen.
Eine viertel Stunde später kehrten die Roten in unveränderter Formation zurück
aufs Feld. Und die Fans in der Cannstatter Kurve skandierten lautstark »Vau-ef-Bee«.
Die erste Chance in Durchgang zwei bot sich aber wieder dem Tabellenführer der
sogenannten »Meridian Super Liga«. Lamine Diarra scheiterte jedoch am gut
reagierenden Stuttgarter Keeper Jens Lehmann (52.). Sechs Minuten später dann
erneut Riesenpech für den VfB, als Elsons herrlich angeschnittener Freistoß an
der Latte des von Partizan-Keeper Mladen Bozovic gehüteten Gehäuses landete.
Nach 63 Minuten war dann die Verbannung von Nationalspieler Thomas Hitzlsperger
beendet, der fortan Hilbert ersetzte. Vier Minuten später wechselte Veh das
zweite Mal, brachte Cacau für Marica. Doch sämtliche Stuttgarter
Angriffs-Bemühungen vor 20 500 Zuschauern endeten zunächst am 16-Meter-Raum der
Gäste. Bis zur 73. Minute, als Gomez nach einem Freistoß des starken
Brasilianers Elson per Kopf am glänzenden reagierenden Bozovic scheiterte.
Drei Minuten später dann doch die mehr als verdiente Führung für den VfB. Aus 20
Metern fasste sich Nationalstürmer Gomez ein Herz und knallte das runde Leder
mit links zum 1:0 ins rechte Eck des Partizan-Gehäuses. Und wiederum Gomez
sorgte in der 80. Minute nach einem unwiderstehlichen Solo mit einem satten
Flachschuss von der Strafraumkante zum 2:0 für die Entscheidung.
Fazit: Der VfB könnte mit diesem Erfolg einen wichtigen Schritt aus der
November-Depression gemacht haben, muss aber am Sonntag im Erstliga-Spiel bei
Eintracht Frankfurt nachlegen. Dazu sind die Chancen deutlich gestiegen, die
Gruppenphase zu überstehen. Kommentar von Trainer Veh: »In den ersten 25 Minuten
haben wir richtig guten Fußball gespielt, aber die Chancen nicht gemacht. In der
zweiten Hälfte waren wir absolut dominant. Es ist ein verdienter Sieg mit einer
wirklich ordentlichen Leistung.« (GEA)
3. November 2008 - Erst große
Worte und dann .... garnix
Bundestrainer Jogi Löw ist im Moment wirklich nicht zu beneiden. Schon wieder
musste er ein klärendes Gespräch führen. Dieses Mal mit dem 61-maligen
Nationaltorwart Jens Lehmann. Nun, wenigstens musste dieser zum Gespräch nicht
im Privatjet einfliegen, sondern ihm wurde lapidar am Telefon mitgeteilt, dass
er beim Prestige-Duell am 19. November im Olympiastadion gegen England nicht zu
einem letzten Einsatz im Nationaltrikot kommen würde.
Die Begründung des Bundestrainers: "Wir müssen unsere Länderspiele dazu
nutzen, damit unsere jüngeren Tormänner möglichst viel Spielpraxis auf
internationaler Ebene sammeln können".
Ein durchaus nachvollziehbarer Grund, der allerdings auch schon im August
bekannt war, als das Thema "Abschiedsspiel" seitens des DFB plötzlich
aufkam.
Trotz seines Rücktritts, so die Anregung von Teammanager Oliver Bierhoff, solle
Jens Lehmann an der Stätte seines größten Triumphes noch einmal für die deutsche
Nationalmannschaft auflaufen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Jens in der
Nationalelf mit der Niederlage im EM-Finale aufhören will. Es gibt die
Möglichkeit, dass er zum Abschied in einem Freundschaftsspiel zum Einsatz kommt",
so Oliver Bierhoff im August in der Bild am Sonntag.
Noch Anfang Oktober bestätigte Bundestorwarttrainer Andreas Köpke, dass ein
Abschiedsspiel am 19.11. gegen England nach wie vor ein Thema sei. "Die Frage
ist, ob Jens noch ein Spiel mit der Nationalmannschaft bestreitet, oder
nur in einem größeren Rahmen gebührend verabschiedet wird", so
Köpke.
Letztendlich bleiben ein paar nette Worte per Telefon („Er hat viel für den
deutschen Fußball geleistet“).
Jens Lehmann verzichtet übrigens auf die Reise nach Berlin. Statt einen
Blumenstrauß in Empfang zu nehmen, will er lieber in Stuttgart trainieren ...
***
Der DFB legt doch immer so viel Wert auf gute Öffentlichkeitsarbeit und eine
positive Außendarstellung - was meint ihr? Haben die Verantwortlichen richtig
gehandelt?
1.
November 2008 - Stuttgarter Aussetzer bescheren Kölnern wichtigen Auswärtsdreier
Der VfB Stuttgart konnte sich vom missglückten Auftritt in Hamburg nicht
rehabilitieren und musste am 11. Spieltag die zweite Heimpleite der Saison
hinnehmen. Mit dem trügerischen Ergebnis von 1:3 verlor das Team von Armin Veh
gegen die alles andere als souverän spielenden Aufsteiger aus Köln. Viel mehr
war es das eigene Unvermögen der Schwaben, das den Kölnern drei Punkte bescherte.
Schon nach drei Minuten musste Keeper Lehmann zum ersten Mal hinter sich
greifen. Novakovic staubte nach einem überragenden Reflex Lehmanns ab und
brachte die Stuttgarter in einen frühen Rückstand. Der Aktion zuvor war ein
Abwehrfehler von Serdar Tasci vorangegangen, der viel zu passiv agierte. Die
darauf folgende Phase gehörte jedoch wieder dem VfB Stuttgart, der sich nun mit
mehr Verbissenheit seine Chancen erarbeitete. Khedira (7./14.) schaffte es
jedoch nicht, klare Chancen zu verwerten und scheiterte entweder mit einem
harmlosen Schuss an Mondragon oder traf das Tor nicht. Eine Minute später
versuchte Hitzlsperger sein Glück aus der Distanz, konnte das Kölner Tor jedoch
nicht wirklich gefährden. Stuttgart dominierte diese Phase der Partie.
Nach dem
Seitenwechsel änderte sich nichts an der Aufteilung der Spielanteile. Dennoch
konnte der 1. FC Köln seine Führung, nach einem kapitalen Fehler von Hitzlsperger, auf 2:0 erhöhen. Hitzlspergers Rückgabe landete bei Novakovic, der
erneut verwerten konnte und Lehmann in der 61. Spielminute mit einem Beinschuss
düpierte. Zuvor wurde Boulahrouz verletzungsbedingt für Elson und Pardo für
Maric ausgewechselt. In der 68. Spielminute musste Hitzlsperger nach seinem
Aussetzer den Weg für Lanig frei machen. In der Folgeminute konnte Stuttgart
nach einer Ecke den Anschluss erzielen und nach einem Kopfball von Hilbert auf
1:2 verkürzen. Was folgte war erneut eine Sturm- und Drangphase der Schwaben, die
jedoch nichts bewirkte - Mondragon musste keinen Gegentreffer mehr hinnehmen, im
Gegenteil. In der vierten Minute der Nachspielzeit verspielte Hilbert
leichtfertig als letzter Mann den Ball am eigenen Strafraum und ermöglichte
somit Petit dass banale Tor zum 1:3, da Lehmann stolperte und nicht mehr
reagieren konnte.
In einer solchen Verfassung wird sich Stuttgart wohl keine Gedanken mehr über die
Champions- League-Plätze machen müssen.
Eine fatale Bilanz der letzten vier Plichtspiele: 1 Sieg, 3 Niederlagen, 9
Gegentore. Zeit für eine Wende!
29. Oktober 2008 - Glücklicher HSV-Sieg gegen Stuttgart
Der Hamburger SV zeigte sich am 10. Spieltag der
Bundesliga von der herben Pleite in Hoffenheim gut erholt und besiegte den VfB
Stuttgart mit 2:0 (1:0). Allerdings kam der Sieg der Gastgeber nach Toren von Piotr Trochowski per
Foulelfmeter (17.) und Joris Mathijsen (74.) mehr als glücklich zustande.
Vor 50.037 Zuschauern waren die Schwaben über die
gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft, der HSV profitierte bei der frühen
Führung von einem zweifelhaften Elfmeter, als Thomas Hitzlsperger ein Foul an
David Jarolim begangene haben soll. Auch beim 2:0 stand den Gastgebern Fortuna
Pate, als Mathijsens harmloser Schuss von Mario Gomez unhaltbar abgefälscht
wurde. Durch den Sieg kletterte Hamburg in der Tabelle wieder auf Rang drei, der
VfB rutschte durch die vierte Niederlage auf Platz neun ab.
Hamburg
zeigte zumindest teilweise eine entsprechende Reaktion auf die böse Klatsche von
Hoffenheim. Obwohl der Sieg glücklich zustande kam, muss man den Hanseaten zu
Gute halten, dass sie solche "Schweinespiele" auch gewinnen. So setzt man sich
oben fest.
Und das macht auch
den Unterschied zum VfB in diesen Tagen aus. Was sich die Stuttgarter mit ihren
Heimsiegen aufbauen, machen sie sich durch ihre Auswärtsschwäche gleich wieder
kaputt. Aufwand und Ertrag standen abermals in keinem Verhältnis. So wird es
schwer mit dem angestrebten Ziel UEFA-Cup-Teilnahme. Zumal das Stuttgarter
Offensivspiel zu sehr auf Mario Gomez zugeschnitten und vom Nationalspieler
abhängig ist.
26. Oktober 2008 - VfB sichert 2:0 Sieg gegen Bochum dank Gomez
Stuttgart (wl)
- Auch 21 Jahre nach dem letzten Sieg in Stuttgart wurde es am Sonntagabend
nichts mit einem Bochumer Streich bei den Schwaben. 80 Minuten hielten die
Revierkicker beim Favoriten respektabel mit, dann entschied die individuelle
Klasse von VfB-Stürmer Mario Gomez die Begegnung. Nach seinen beiden Toren in
der 80. und 83. Minute ließ der Nationalspieler die VfL-Fußballer deprimiert
auf dem Rasen der Mercedes-Benz-Arena zurück.
Im ersten Durchgang begegneten sich die Schwaben und die Gäste aus dem Revier
absolut auf Augenhöhe. Das Team von Trainer Marcel Koller spielte aufmerksam,
hielt dagegen und suchte seine Möglichkeiten im Spiel nach vorne. Dabei
operierten die Bochumer durchaus clever, setzten den VfB früh unter Druck und
verhinderten damit einen geordneten Spielaufbau der Gastgeber.
Der VfL Bochum beschränkte sich nicht nur auf die Defensivarbeit, er arbeitete
auch einige Möglichkeiten heraus. Nach knapp einer halben Stunde schickte
Dabrowski seinen Teamkollegen Stanislav Sestak steil, doch Jens Lehmann klärte
die Situation außerhalb seines Strafraumes mit dem Fuß. Sestak hatte auch die
nächste Möglichkeit auf dem Fuß, als er von Sinan Kaloglu eingesetzt wurde
(38.). Und schließlich strich ein noch leicht abgefälschter Sestak-Schuss
knapp über die Latte des Stuttgarter Tores. Mit etwas mehr Entschlossenheit in
den Aktionen hätten die Gäste sogar mit einer Führung in die Pause gehen
können. Schon das 0:0 gefiel den VfB-Fans nicht, die ihre Mannschaft mit einem
Pfeifkonzert in die Kabinen schickten.
Im zweiten Abschnitt hatten die Gastgeber mehr vom Spiel und den
entscheidenden Unterschied in ihrem Team: Mario Gomez, der im Gegensatz zu den
VfL-Stürmern Sestak und Kaloglu seine Möglichkeiten wesentlich konsequenter
nutzte.