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      News - März 2010

 
 
   NEWS 2010


 
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30. März 2010  -
Am 8. Mai ist Schluss - Und dann geht's zur WM ...



Im Rahmen einer Pressekonferenz verkündete Jens Lehmann, dass er zum Ende der aktuellen Spielzeit seine Torwart-Handschuhe definitiv an den Nagel hängen wolle.

 

"Das hat der Familienrat so entschieden", betonte der gebürtige Essener, dessen Profi-Laufbahn 1988 beim FC Schalke 04 ihren Anfang nahm. Bis heute hat er 388 Bundesligaspiele absolviert. Seinen letzten Einsatz zwischen den Pfosten wird Jens Lehmann, der 61 Mal für Deutschland spielte, somit aller Voraussicht nach am 8. Mai beim Auswärtsspiel des VfB bei der TSG Hoffenheim bestreiten.

 

Jens Lehmann Sky Experte bei Fußball-WM

Torhüter Jens Lehmann steht vor seiner dritten WM-Teilnahme - zum ersten Mal allerdings nicht als Spieler, sondern als TV-Experte. Sky verpflichtete den 61-fachen deutschen Nationalspieler als neuen Experten für seine WM-Berichterstattung aus Südafrika. Seine Analysen und Einschätzungen sind insgesamt fünfmal Bestandteil der Sky WM-Sendungen. Dreimal ist Jens Lehmann vor Ort an der Seite von Moderator Sebastian Hellmann zu sehen.

Seinen ersten Einsatz hat der VfB-Keeper am 12. Juni beim Spiel England gegen die USA im Sky WM-Studio in München. Sechs Tage später analysiert Jens Lehmann dann in Port Elisabeth die Leistung der deutschen Nationalmannschaft beim Spiel gegen Serbien. Ebenfalls live vor Ort ist der neue Sky Experte am 23. Juni beim Spiel Deutschland gegen Ghana in Johannesburg.

Sky Sportchef Roman Steuer: `Mit Jens Lehmann hat unser WM-Team einen weiteren Top-Experten hinzugewonnen. Als noch aktiver Spieler und Stammtorhüter der Nationalmannschaft bei den letzten beiden großen Turnieren ist er noch ganz nah an der Mannschaft.

Erste Bewährungsprobe in der Champions League

Einen Vorgeschmack auf die Fachkenntnisse von Jens Lehmann bekommen Sky Abonnenten bereits morgen Abend. Der 40-Jährige begleitet morgen im Rahmen der Champions-League-Live-Übertragung von Sky das Spiel seines Ex-Clubs Arsenal London gegen den Titelverteidiger FC Barcelona. Jens Lehmann wird im Emirates Stadium die Partie an der Seite von Sky Moderator Patrick Wasserziehr verfolgen und analysieren. Sky zeigt die Neuauflage des Champions-League-Finals von 2006 am Mittwoch ab 20.15 Uhr live und exklusiv.

Quellen: vfb & sky



 

28. März 2010  - Bayern München - VfB Stuttgart - 1:2 - Glücksgefühle zur rechten Zeit

Den kurzen Nachhauseweg an den Starnberger See hat Jens Lehmann als rundum zufriedener Mann angetreten. Zwar war er wie üblich vom Bayern-Anhang bei jedem Ballkontakt nach Kräften ausgepfiffen worden, doch erstens ist er das gewohnt, seit er einst Oliver Kahn aus dem deutschen Tor verdrängt hat ("Ohne Pfiffe hätte ich etwas vermisst und wäre irritiert gewesen"). Und zweitens durfte sich der VfB-Torhüter vor allem darüber freuen, nach 23 Profijahren zum allerersten Mal bei den Bayern gewonnen zu haben. "Allein deswegen", sagte Lehmann, "ist dieser Erfolg etwas Besonderes."

Ganz so lange musste der VfB auf einen Auswärtssieg in München nicht warten. Mehr als zehn Jahre sind aber auch zusammengekommen, seit 1999 Krassimir Balakov mit seinem Elfmetertor zum 1:0 für eine dieser seltenen Sternstunden gesorgt hatte. Ein Großteil des jetzigen Bundesligakaders war damals noch dabei, in der Jugend das Fußball-Abc zu lernen - entsprechend ausgelassen war nach dem 2:1 der Jubel. Euphorisiert wie selten hüpften die Spieler im Mittelkreis herum, und Christian Träsch, Schütze des Ausgleichstreffers und auch ansonsten sehr überzeugend, sagte hinterher: "Besondere Siege bedürfen auch eines besonderen Jubels."

Ganz besonders war er also, dieser Sieg, und vor allem: ganz besonders wertvoll. "Ein Sieg gegen die Bayern ist gut für die Moral, das Selbstvertrauen und die Stimmung rund um die Mannschaft", sagte der Trainer Christian Gross. Mehr denn je lebt nun die Hoffnung, doch noch in den Europapokal einzuziehen, wozu eventuell der sechste Platz reicht. Sechs Spiele bleiben - das Restprogramm klingt genehm und gibt noch mehr Zuversicht im Ligaendspurt. "Wir wollen alle Spiele gewinnen", sagte Gross.

Der Spielplan hat es gut gemeint - das galt vor allem für das Aufeinandertreffen mit den Bayern. Einen besseren Zeitpunkt jedenfalls, um die Serie der vielen Pleiten zu beenden, hätte der VfB nicht finden können. Mittendrin lag dieses Spiel zwischen dem 120-minütigen Pokalkampf der Bayern auf Schalke und dem Champions-League-Spiel morgen gegen Manchester United. "Uns war klar, dass die Bayern in einer schwierigen Situation sind", sagte Gross, und Lehmann weiß aus Erfahrung, "dass man bei solch einer Konstellation als Spieler nicht immer voll konzentriert ist".

Schmälern soll dies die Leistung der Stuttgarter jedoch nicht. Denn wahr ist auch, dass man solch eine Chance erst einmal nutzen muss. Und das tat der VfB vor allem nach dem Rückstand durch Ivica Olic (32.) auf beeindruckende Weise.

Es spricht für das gewachsene Selbstbewusstsein der Mannschaft und die Arbeit des Trainers, dass sich der VfB nach dem 0:1 nicht in sein einst übliches Schicksal ergeben hat. Diesmal war das Gegenteil der Fall - diesmal legte der VfB erst richtig los, als alles so zu laufen schien wie immer. "Ein bisschen Angst" habe die Elf zu Beginn gehabt, sagte der Mittelfeldspieler Alexander Hleb, in der Pause habe man dann "viel geredet" und sei zu dem Schluss gekommen: "Hey, das sind doch nur die Bayern, das ist nicht Barcelona."

Nach dem Trauma von Barcelona war der Sieg Balsam für die VfB-Seele. Für den Stuttgarter Anhang, für den es nichts Schöneres gibt als Erfolge gegen die Bayern; aber auch für einzelne Spieler wie Zdravko Kuzmanovic. Von Lionel Messi war er vorgeführt worden - in München schritt er nach seiner Einwechslung furchtlos voran. Das sei "ein gewaltiger Schritt nach vorne" und - natürlich - "ein besonderer Sieg" gewesen, sagte der serbische Nationalspieler, einer von denen, die besonders ausgiebig jubelten.


Der Manager Horst Heldt verbat sich derartige Gefühlsausbrüche und verwies routiniert darauf, "schon einmal im Ligapokal" bei den Bayern gewonnen zu haben. Doch stand auch ihm die Freude ins Gesicht geschrieben. Und so nutzte er den Moment der großen Glücksgefühle für eine letzte Offensive im Ringen um Cacau, dessen Abschied bevorsteht (die StZ berichtete). Ein unterschriftsreifer Dreijahresvertrag liege vor, sagte Heldt, Cacau und der VfB, das sei "eine Erfolgsgeschichte, die noch nicht zu Ende sein muss". Er sei "in der Endphase meiner Überlegungen", erwiderte der Stürmer, der nach seiner fünften Gelben Karte gegen Gladbach gesperrt ist, am Mittwoch werde er sich erklären.

Christian Gross sieht der Entscheidung gelassen entgegen - so gelassen, wie er auch den Sieg in München zur Kenntnis nahm. Er ist erst der fünfte VfB-Trainer, der in 47 Bundesligajahren bei den Bayern gewinnen konnte. Besonders war für ihn der Sieg aber aus einem ganz anderen Grund: Er freue sich vor allem darüber, sagte Gross, "dass ich in einem Stadion gewonnen habe, das mir gut bekannte Architekten aus der Schweiz entworfen haben".

Quelle: Von Marko Schumacher/Stuttgarter Zeitung

  Highlights

  Stimmen zum Spiel (inkl. Jens Lehmann)

  Pressekonferenz


 

 

 

 

21. März 2010  - VfB Stuttgart - Hannover 96 - 2:0

Stuttgart (dpa) - Die Fans feierten den VfB Stuttgart, als hätte er gerade doch noch den FC Barcelona besiegt. Selbst eine halbe Stunde nach dem 2:0 (1:0) gegen Hannover 96 sangen einige von ihnen: «Wir wollen die Mannschaft sehen.»

Die Leistung war nur mäßig, der Gegner erschreckend schwach, aber aus Stuttgarter Sicht hatte der Erfolg einen besonderen Wert. Er war die «richtige und einzige Antwort» auf die Champions-League-Demontage drei Tage zuvor, meinte Trainer Christian Gross. Sein eigener Anteil daran war groß: Zunächst appellierte er mit einigem Pathos an den «Stolz» seiner Spieler, dann stellte er überraschend Ciprian Marica auf. Und der Rumäne schoss prompt beide Tore (36./54.).

Die erleichterten Reaktionen zeigten, wie groß die Angst vor einem Einbruch und dem Abrutschen ins graue Mittelmaß der Fußball- Bundesliga gewesen war. Nach dem 0:4 von Barcelona sei dies «vor allem mental eine gute Leistung» gewesen, meinte Gross. Für Manager Horst Heldt war es ein Zeichen der «Weiterentwicklung, dass die Mannschaft nach so einer Niederlage die richtigen Mittel an den Tag gelegt hat. Das hatten wir auch schon anders», sagte er.

Auch wenn die Verantwortlichen des VfB das Thema herunterspielen, ist die kleine Restchance auf einen Europa-League-Platz längst ein wichtiger Antrieb für Spieler und Fans. Ohne sie hätten einige die Saison bereits nach dem Champions-League-Aus abgehakt. «Ich bin mir sicher, dass die Europa League noch drin ist», sagte Alexander Hleb. Heldt betonte, dass «wir noch schwere Gegner» wie am nächsten Samstag den FC Bayern haben und im Rennen um Platz fünf «von Anderen abhängig sind».

VfB-Verteidiger Stefano Celozzi hat sich eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Eine Kernspin-Tomographie soll klären, ob es sich dabei um einen Muskelfaserriss oder eine Zerrung handelt. Der 21-Jährige dürfte aber so oder so im Duell bei seinem ehemaligen Club Bayern München ausfallen. Celozzis mögliche Vertreter, Christian Träsch und Ricardo Osorio, sind beide grippekrank. Sie erwartet der VfB in dieser Woche aber genauso zurück im Training wie Serdar Tasci (Adduktoren-Probleme).

Quelle: victipp.de

 

  Highlights & Tore

  Interviews

 

 





18. März 2010  -
Der bittere Abschied des Jens Lehmann

Er fluchte, schnauzte und hielt, was das Zeug hält. Doch am Ende resignierte auch Jens Lehmann vor dem übermächtigen Gegner. Bitterer als das 0:4 des VfB Stuttgart beim FC Barcelona kann ein Abschied von der internationalen Fußball-Bühne kaum sein.

Es gibt die gute Nachricht der Nacht des Untergangs in Barcelona: Jens Lehmann hat nach dem 0:4 des VfB Stuttgart im Achtelfinale der Champions League keinem die Brille aus dem Gesicht gerissen wie damals in Mainz, als ihn ein Fan nach einer roten Karte auf sein schlechtes Benehmen ansprach. In Barcelona störte ihn keiner mit unangenehmen Fragen. Es war kurz vor elf, als der 40 Jahre alte Lehmann um die Ecke aus der Kabine an klapprigen Bauzäunen, Zementsäcken und Feuerwehrleitern hinauf zur arg schmuddeligen Busrampe fegte. Weiße Kopfhörer leuchteten in seinen Ohren, seinen Tunnel-Blick hatte er starr geradeaus gerichtet. Lehmann - tatsächlich - er winkte freundlich und hielt eine Banane in der rechten Hand. Gesagt hat er kein Wort.

 

Vielleicht hat er in dem Moment an die USA gedacht und die Major League Soccer, in die er vielleicht im Sommer wechseln will, wenn in Stuttgart endgültig Schluss ist mit Bundesliga. Rüpelhaftes Verhalten mag man dort nicht besonders. Oder an die Nationalmannschaft, der er sich für die WM in Südafrika als Nothelfer anbietet, weil er sich für gut genug hält und sogar besser als all die anderen. Vielleicht hat Lehmann in der lauen Nacht in Katalonien aber nur gedacht, rutscht mir doch alle den Buckeln runter. Nach dieser Vorführung hätte man das doch gut verstanden.

Er hielt, was zu halten war

Ein paar Mal in jenen 90 Minuten, in denen der Titelverteidiger Barcelona den Stuttgartern und Lehmann nicht den Hauch einer Chance ließ, sondern sie vorführte und demütigte, musste man sich um Lehmann sorgen. Mancher hätte wetten können, Lehmann erlebt das Ende des Spiels nach einem Platzverweis draußen. "Der hat sich wenigstens aufgeregt", sagte Horst Heldt, der Vorstand Sport des VfB. "In seinem letzten Spiel hätte er sich das sicher anders vorgestellt." Man darf vermuten, dass Heldt den Nagel ziemlich auf den Kopf getroffen hat.

Lehmann stand am Ende einer Mannschaft, der einmal vor Angst die Knie schlotterten, die dann wieder in Ehrfurcht erstarrte. Er dagegen versuchte ein Reizklima zu schaffen. Stritt erst mit dem Schiedsrichter, ein Herr Hamer aus Luxemburg, bis der ihm genervt die gelbe Karte zeigte. Er stritt mit Zlatan Ibrahimovic und legte sich mit den Zuschauern an, die ihn alsbald gnadenlos auspfiffen. Und er hielt. Er hielt, was gegen die Fußballkünstler aus Barcelona zu halten war. Viermal gab es nichts zu halten. Noch öfter gab es etwas zu halten.

Zweiklassengesellschaft in Camp Nou

"Er war sauer wie wir alle", berichtete Alexander Hleb. "Vier Tore sind bitter für ihn. Er hat sich mehr erwartet." Wie alle. Das 1:1 im Hinspiel machte Hoffnung. Am Ende hatte sich der VfB Stuttgart völlig überschätzt. 88.500 im Camp Nou sahen eine Zweiklassengesellschaft und beklatschten ein "Barca", dem man nach diesem Spiel zutraut, als erste Mannschaft der Geschichte den Titel des Champions-League-Siegers zu verteidigen. Vorerst steht man im Viertelfinale. "Wir haben ihnen zuviel Raum gelassen", sagte Helb. "Und wir haben ihm zuviel Raum gelassen", sagte der Weißrusse und meinte Lionel Messi. Der quirlige Argentinier zeigte, warum ihn viele für den besten Fußballer der Welt halten - er spielte die Stuttgarter fast im Alleingang schwindelig.

Die taktischen Maßnahmen von VfB-Trainer Christian Gross verpufften völlig. Zdravko Kuzmanovic blieb neben Sami Khedira blass. Christian Träsch gelang auf Rechts vor Stefano Celozzi so gut wie nichts. Nach 13 Minuten schlug Messi das erste Mal zu. Neun Minuten später spielte er einen seiner genialen Pässe, der zum 2:0 durch Pedro Rodiguez führte. Nach einer Stunde das 3:0 durch Messi, und Bojan Krkic gelang kurz vor dem Abpfiff noch das 4:0.

Verschluckt vom Mannschaftsbus

Zwischen dem dritten und vierten Tor, also fast eine halbe Stunde lang, spielten sich auf dem Rasen der Betonschüssel Camp Nou allerlei skurrilen Szene ab. So ziemlich egal, wer im Trikot von Barcelona wen vom VfB umkurvte als sei es ein Kinderspiel, was so ziemlich allen im "Barca"-Trikot gelang, stand irgendwann vor ihm - Jens Lehmann. Der hechtete, flog, faustete, grätschte. Lehmann allein gegen die Wundermannschaft aus Spanien. Den Rest der Stuttgarter hatte Barcelona in Einzelteile zerlegt.

"Wir haben sehr intensiv gespielt und wussten um die Wichtigkeit dieses Spiels", sagte Barca-Coach Josip Guardiola und schob ein großes Lob hinterher: "Ich muss der Mannschaft gratulieren, wir haben viele Dinge richtig gemacht. Messi ist einfach überragend, seine Eltern haben etwas Gutes gemacht."

Gegen die bittere Niederlage hatte sich Lehmann zunächst noch mit aller Kraft gestemmt: Er fluchte, schnauzte Mitspieler an, um sie anzutreiben, er dirigierte - am Ende ließ er auch das sein. Sein letztes großes Spiel auf internationaler Bühne endete als Desaster für ihn. "Wegen solcher Spiele habe ich weiter gemacht, deshalb trainiere ich", hatte er vor kurzem gesagt und die Auftritte in der Champions League gemeint. Dass nun alles so für ihn enden wird, hat ihn verstummen lassen. Was denn Jens Lehmann in der Kabine gesagt oder getan habe, wurden so ziemlich alle seine Stuttgarter Teamkollegen gefragt. Keiner hatte irgendetwas gesehen oder gehört. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Mannschaftsbus den Torwart samt seiner Banane verschluckt.

Quelle: stern.de

 

 

15. März 2010  - Reise mit stotterndem Motor

Der VfB Stuttgart ist in einer spannenden Phase. Das Barcelona-Spiel vor der Brust, ist der Höhenflug in der Fußball-Bundesliga zunächst gestoppt.

Vor dem 1:2 (0:0) auf Schalke hat Felix Magath als smarter Gastgeber via TV-Mikro nette Komplimente an den VfB verteilt: "Ich traue Stuttgart in Barcelona eine gute Rolle zu. Sogar ein Sieg ist drin." Schmeichelhaft war auch der Schalker Sieg, aber was hilfts dem Team von Christian Gross? Für den Schweizer Trainer war es die erste Auswärtsniederlage - und nach verpasstem Sieg eine Woche zuvor in Bremen (2:2 nach 2:0-Führung) eine neue Ernüchterung. Auch die eben erst leise anvisierten internationalen Plätze verliert der VfB (35 Punkte) wieder aus den Augen. Der Abstand zum wertvollen fünften Rang, den der Hamburger SV (43) belegt, ist von sieben auf acht Zähler angewachsen. Durch die Siege der Verfolger Mainz 05 und VfL Wolfsburg sind die Stuttgarter außerdem schlagartig von Position sieben auf neun abgerutscht.

"Zwei Abwehrfehler haben uns die Punkte gekostet", beklagte Gross. Zuerst hatte am Freitagabend Serdar Tasci mit einem Querschläger im Sechzehner dem eben eingewechselten Edu (46.) dessen erstes Tor für Schalke aufgelegt. Kurz nach Tascis Ausgleichstreffer per Kopf (50.) versagte die Abseitsfalle, Kevin Kuranyi profitierte mit dem Siegtor zum 2:1 (55.).

"Es ist schade, dass wir verloren haben. Wir haben gut gespielt", sagte Nationalverteidiger Tasci. "In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel klar bestimmt. In der zweiten kommen wir nach einem dummen Fehler wieder zurück. Und das zweite Tor hätten wir verhindern können. Wir haben vieles gut gemacht, hätten den Sieg verdient." Ganz so wie davor in Bremen.

Das zeigt aber auch mangelnde Cleverness in entscheidenden Situationen. Unachtsamkeiten kann sich der VfB gerade im Hexenkessel von Barcelona nicht leisten. Auch wenn die spanische Welt-Auswahl gerade nicht in Gala-Form ist. Verunsicherung vor dem Auftritt am Achtelfinal-Rückspiel in der Königsklasse am Mittwoch (20.45 Uhr/Sat 1) spürt Trainer Gross jedenfalls nicht. "Ich hoffe, wir schießen auch dort ein Tor. Es muss uns dort nach dem 1:1 in Stuttgart ein perfektes Spiel gelingen." Dann könnte Felix Magath am Ende noch Recht behalten.

Quelle: Südwest Presse

 

 

 


 

11. März 2010  - Interview Jens Lehmann: "Ich wäre perfekt für die WM wenn ..."

 

Essen. Nach 22 Jahren im Profifußball wird Jens Lehmann (40) am Ende der Saison seine Karriere beenden. Am Freitag tritt der Torwart, der beim VfB Stuttgart spielt und mit seiner Familie in München lebt, somit das letzte Mal gegen seinen Ex-Klub Schalke an.

„Das wird was Besonderes“, sagt er. Vorher traf unsere Zeitung den gebürtigen Essener, der nicht nur durch seine Paraden in Erinnerung bleiben wird, zum Interview in Stuttgart.

Herr Lehmann, im Mai wird Ihre Biographie erscheinen. Ist das Buch fertig oder gibt es noch Platz für das „Wunder von Barcelona“ mit dem VfB Stuttgart kommende Woche in der Champions League?

Jens Lehmann:(lacht) Es wäre schön, wenn wir das schaffen. Das würde ich schon einfließen lassen. Wir sind in der Endphase, ich lese Korrektur, werde noch ein paar Sachen ändern und ein finales Stückchen hinzufügen.

Der Titel lautet „Warum eigentlich ich“…

Lehmann: Es ist ein Arbeitstitel, der endgültige Titel steht noch nicht fest.

Könnte der „Ich“ lauten?

Lehmann: Nein, so sicher nicht. Die Titelfrage ist noch nicht geklärt.

Werden Sie in dem Buch ein paar Sachen aus Ihrer Sicht klarstellen?

Lehmann: Das glaube ich weniger. Das Buch zu schreiben war eine wertvolle Erfahrung. Ich konnte Dinge, die mich gestört haben, aufschreiben und aus gegenwärtigen Ereignissen die Emotionalität herausnehmen. Als Profi stehst du immer in der Kritik. Die ist mal positiv, aber auch, weil es sich besser verkaufen lässt, negativ. Der Leser, sofern es jemand kauft, wird viele Momente und Geschichten finden, die er wegen der aktuellen Ereignisse gar nicht mehr im Gedächtnis hat.

Aktuell verbindet man mit Ihnen zwei Geschichten: Sie haben sich in Mainz von einem Fan die Brille ausgeliehen. Und bei einem Champions-League-Spiel haben Sie hinter einer Bande eine Wasserpause gemacht. Wird das auch thematisiert?

Lehmann: Das sollte man jetzt mal zu den Akten legen.

Ihre sportlichen Erfolge und Großtaten werden alles überstrahlen?

Lehmann: Das wird die Zeit zeigen.

Was waren Ihre markantesten Karriere-Momente?

Lehmann: Eine Verletzung in Leverkusen im September 1992. Ich war 22 Jahre alt. Das Kreuzband war gerissen und im Knie alles kaputt. Zu der Zeit war noch unklar, ob damit nicht die Karriere beendet ist. Sportlich war der UEFA-Pokal-Sieg mit Schalke 1997 sehr wichtig. Da bin ich für europäische Top-Klubs interessant geworden.

Welche Szenen aus Ihrer Karriere wird man in 20 Jahren mit dem Namen Jens Lehmann verbinden?

Lehmann: In Deutschland vielleicht das gewonnene Elfmeterschießen gegen Argentinien. Aber das war natürlich eine tolle Mannschaftsleistung. In England sind es zwei gehaltene Elfmeter, mit denen der FC Arsenal ins Champions-League-Finale eingezogen ist und das FA-Cup Endspiel gewonnen hat.

In England werden Sie „Mad Jens“, der verrückte Jens, genannt, weil Ihre Spielweise, sagen wir mal, emotional und extrovertiert ist.

Lehmann: Das ist eine Begleiterscheinung meiner Spielweise als Torwart. Ich will das hier mal versuchen zu erklären. Ich bin wohl einer der offensivsten Torleute, die es gibt. Das beinhaltet viele Zweikämpfe. Ich bin mutig, gehe raus, werde dann auf engem Feld attackiert. Da setzt es sind Schläge und Tritte. Ich selbst kann nicht austeilen, weil ich darauf konzentriert bin, den Ball zu kriegen. Ich kann die Aggression nicht sofort abbauen, komme auf dem Spielfeld aber dann schnell in andere Situationen, in denen sich die aufgestaute Emotionalität und Aggressivität widerspiegelt.

Erschrecken Sie, wenn Sie auf TV-Bildern sehen, wie Sie dann reagieren?

Lehmann: Nein, absolut nicht.

Sie haben einmal gesagt, dass Ihre Herkunft aus dem Ruhrgebiet Ihr Arbeitsethos und Ihre Spielweise geprägt hat. Sie mussten sich alles erkämpfen.

Lehmann: Ich bin sozusagen auf Kohle geboren und groß geworden. Mein Opa war Bergmann, um mich herum habe ich immer nur arbeitende Menschen gesehen. Ich habe gelernt: Um was zu erreichen, musst du hart arbeiten. Bei Schalke saß ich als 18-Jähriger auf der Bank. Dann hat sich Werner Vollack verletzt. Das war meine Chance. Ich wusste aber, ich muss mich anstrengen, mich immer verbessern, um dabei bleiben. Aus dieser Einstellung ziehe ich meine Motivation.

Den Anfängen in Schalke folgte eine lange Karriere, die am der Saison, nach mehr als 20 Jahren im Profifußball, endet. Wir geben Ihnen drei Optionen für den Sommer: TV-Experte, Trainer oder Schauspieler. Gerade haben Sie Ihre erste Rolle in einem Film gespielt.

Lehmann:(lacht) Erst mal TV-Experte. Trainer zu werden ist ja ein Riesenproblem. Da müsste ich eine mehrjährige Ausbildung durchlaufen. Das ist für Leute wie mich, die im Fußball viele Erfahrungen sammeln konnten, mit absoluten Toptrainern zusammengearbeitet haben und so ihren Horizont erweitern konnten, nicht wirklich reizvoll. Die Trainerausbildung in Deutschland ist noch nicht richtig durchdacht.

Spielen Sie doch einfach noch ein Jahr.

Lehmann: Mein Plan ist, in Stuttgart aufzuhören. Der VfB und ich haben uns geeinigt, dass ich hier nicht weiterspiele. Aber ich sage, man weiß nie, was kommt.

Sie klagen über die Fahrerei von Ihrer Familie in München nach Stuttgart. Augsburg liegt näher und steigt vielleicht in die Erste Liga auf.

Lehmann: Da spiele ich lieber weiter beim VfB.

Reden wir noch über die Nationalmannschaft. Kaum ist Rene Adler die Nummer 1 im Tor der deutschen Nationalmannschaft, da nimmt die Anzahl seiner Patzer massiv zu. Sie waren bei zwei großen Turnieren die Nummer 1. Wie soll er mit der Situation umgehen?

Lehmann: Als ich jung war, habe ich so eine große Chance nicht bekommen. Rene Adler muss mit dieser Situation jetzt klarkommen. Manuel Neuer hatte ähnliche Probleme. Er hat auch Potenzial, ist aber noch sehr jung.

Ist es Ihrer Meinung nach ein Risiko, auf zwei so junge Torleute zu setzen?

Lehmann: Das kommt auf die Zielsetzung für die WM an. Wenn man Weltmeister werden will, wird das nicht leicht mit relativ unerfahrenen Leuten. Beide spielen nicht in der Champions League und damit permanent auf höchstem Niveau.

Das klingt nach einem Plädoyer von Jens Lehmann für Jens Lehmann: Sie sind nicht mehr ganz so jung und spielen noch in der Champions League.

Lehmann: Ich glaube, dass jemand wie ich perfekt wäre, sofern er in das Schema des Bundestrainers passen würde, wonach der Torwart maximal 30 bis 35 Jahre alt sein sollte. Den gibt es aber nicht in Deutschland.

Sie betonen gerne, dass Sie sich wesentlich jünger fühlen…

Lehmann: Das betone ich nicht, sondern muss auf diese Frage nach dem „gefühlten Alter“ mit Ja antworten.

Quelle: WAZ/DerWesten


 

 

11. März 2010  - Großer Promi-Auflauf bei A8-Premiere

Audi geht bei der Vorstellung des neuen A8 unkonventionelle Wege: Die Oberklasse-Limousine tourt zwischen dem 9. und 26. März mit der Ausstellung "The Art of Progress" durch acht deutsche Metropolen. Bei der gestrigen Auftaktveranstaltung in München führte Schauspielerin Natalia Wörner die rund 300 geladenen Gäste durch die ungewöhnliche Präsentation. "Der A8 ist das Flaggschiff unserer Marke", sagte Michael Renz, Leiter Vertrieb Deutschland von Audi, "Kunst und Design ergänzen sich gegenseitig." Deshalb werde das Modell inmitten ausgewählter Kunstwerke ins Szene gesetzt.

Zahlreiche prominente Ehrengäste, darunter Fußballprofi Jens Lehmann, DTM-Champion Timo Scheider, Moderator Kai Pflaume oder Comedian Oliver Pocher machten sich ein Bild vom neuen A8. Die Mandoki Soulmates rahmten die Veranstaltung musikalisch ein. (fz)

Quelle: autohaus.de

 

 

 

 

6. März 2010  - Werder Bremen - VfB - 2:2 - Unentschieden nach starker Leistung

VfB Stuttgart vergibt Sieg: 2:2 gegen Werder Bremen

In einer temporeichen Partie legte der VfB Stuttgart mit einer starken Leistung vor, verspielte jedoch am Ende einen 2:0-Vorsprung und kassierte innerhalb von sechs Minuten zwei Gegentore. Zum ersten Mal seit seiner Rückkehr nach einer Verletzung gelang Cacau kein Tor. Herausragender Spieler beim VfB Stuttgart war Torhüter Jens Lehmann, der die Bremer in der ersten Hälfte fast zur Verzweiflung brachte.

Nach einer kurzen Phase des gegenseitigen Abtastens, nutzte der VfB Stuttgart in der 15. Minute seine erste richtige Torchance. Aliaksandr Hleb bediente Pavel Pogrebnyak, der zum 1:0 traf. Die Bremer drängten auf den Ausgleich, bissen sich aber ein ums andere Mal die Zähne an Jens Lehmann aus, der Kopfbälle, Freistöße und Nachschüsse aus allen Distanzen glänzend parierte. Der VfB kam ebenfalls zu weiteren Chancen. Im Gegensatz zu den Bremern, denen zwei Abseits-Treffer nicht anerkannt wurden, nutzten die Gäste aus Stuttgart eine weitere Möglichkeit kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit: Zwei Minuten vor der Pause passte Gebhart in den Strafraum. Sami Khedira nahm dankend an und schloss per Kopfball zum 2:0 ab.

Nach der Pause schenkten sich beide Mannschaften nichts und kamen zu weiteren Torchancen. Bremen drehte immer weiter auf und kam schließlich in der 75. Minute zum Anschlusstreffer. Mertesacker passte auf Almeida, der den Ball im langen Eck zum 1:2 versenkte. In der 80 Minute kam es zur spielentscheidenden Szene, als Stefano Celozzi den Bremer Marin im Strafraum umgrätschte. Torsten Frings verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 2:2. VfB-Kapitän Delpierre kassierte kurz vor Schluss seine fünfte gelbe Karte und fehlt somit am nächsten Wochenende auf Schalke.

Quelle: vfb1.de

 

 

 

 

 

27. Februar 2010  - VfB - Frankfurt - 2:1 - Dank Cacau weiter im Aufwind

Als Doppel-Torschütze Cacau in der 88. Minute nach der wohl besten Woche seiner Karriere den Platz verließ, wurde er von den Fans frenetisch gefeiert.

"Wir müssen sehen, dass wir jetzt den nächsten Schritt machen. Nach den Spielen im März können wir sagen, wo die Reise hingeht", meinte Heldt. Derzeit geht die Reise der Stuttgarter eindeutig nach oben - dank Gross und vor allem dank Cacau. Der Nationalspieler ist beim VfB der Mann der Stunde. Vier Treffer am vergangenen Samstag in Köln, ein Tor beim 1:1 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Barcelona - und nun gegen Frankfurt zwei Treffer.

"Es ist toll, dass wir ein Punktepolster nach hinten haben. Unser Ziel muss es nun sein, den Abstand zu den vorderen Mannschaften zu verringern", sagte Gross vorsichtig. Fünf Punkte beträgt der Abstand des VfB nur noch auf den Tabellenfünften Dortmund. Dennoch war auch Sportdirektor Horst Heldt um Zurückhaltung bemüht - zumal dem VfB im März in Bremen, bei Schalke und bei Bayern München drei schwere Auswärtsspiele bevorstehen.

In der 41. Minute glich der gebürtige Brasilianer vor 41.000 Zuschauern in einem über weite Strecken müden Spiel zunächst die überraschende Führung von Benjamin Köhler (39.) nach schwerem Patzer von Sami Khedira per Kopf aus. Dann traf Cacau mit einem sehenswerten Rechtsschuss (45.) und rechtfertigte spätestens da auch das Vertrauen von Bundestrainer Joachim Löw, der den Angreifer für das Länderspiel am Mittwoch in München gegen Argentinien berief.

"Er personifiziert die Lebensfreude. Er geht gut mit der Konkurrenzsituation um, ist lauffreudig und aggressiv. Er ist auf dem Weg, seiner Karriere einen weiteren Impuls zu geben", lobte Gross. "Er hat einen Lauf und hilft uns derzeit sehr", sagte Heldt zur Darbietung von Cacau, mit dem der VfB derzeit um eine Fortsetzung des im Sommer auslaufenden Vertrags verhandelt. Heldt unterstrich nach dem Frankfurt-Spiel noch einmal ausdrücklich das Interesse der Schwaben an einer Verlängerung. Cacau meinte dazu nur lapidar, "dass wir im Gespräch sind". Er genoss vielmehr den Augenblick: "Ich bin sehr glücklich. Zur Zeit ist es auf dem Platz einfach nur schön." Gleichzeitig lobte er die "tolle Moral" des VfB, "obwohl es nach dem Spiel gegen Barca schwer war. Jetzt können wir durchatmen."

Auch Gross machte seinem Team ein "Riesen-Kompliment für die Willensleistung". Nach dem Highlight gegen Barcelona könne man den Sieg gegen Frankfurt "gar nicht hoch genug einstufen". Nur Alexander Hleb wollte sich der kollektiven Stuttgarter Jubelstimmung nicht anschließen. Den von Barcelona bis zum Saisonende ausgeliehenen Weißrussen hatte seine erneute Auswechslung in der 61. Minute trotz einer bis dahin ordentlichen Leistung verärgert. "Ich bleibe zu null Prozent in Stuttgart", sagte der Mittelfeldspieler und fügte mit einem Schmunzeln an: "In meinem Vertrag steht wohl, dass ich nur 60 Minuten spielen darf." Gross wich auf Nachfragen zu Hleb, der nach eigener Aussage trotzdem "kein Problem mit dem Trainer hat", aus. Er wolle keine Polemik aufbauen, so der Schweizer: "Ich gehe mit allen Spielern gleich um. Ich will die Spiele gewinnen, auch mit Alex."

Quelle: ARD

 

 

 

   


 

 

 

     
 
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