Jens
Lehmann hat sich nach der Genesung seines spanischen Rivalen Almunia auf der
Ersatzbank von Arsenal London wiedergefunden. Im Spiel gegen Birmingham City
setzte "Gunners-Coach" Arsene Wenger auf den Spanier, der zuletzt
aufgrund einer hartnäckigen Grippe nicht einsatzfähig war.
Nach der durchaus überzeugenden
Vorstellung des deutschen Keepers in der Champions League gegen den AC Mailand
zementierte der französische Trainer mit seiner Entscheidung pro Almunia damit
die Rangordnung unter den Torhütern bei Arsenal. Für Lehmann bedeutet die
neuerliche Zurückstufung, dass er - sollte Almunia fit bleiben - bei den
Londonern wohl kaum noch zu Einsatzzeiten kommen wird und damit auch seine
Position als Nummer 1 der Nationalmannschaft gefährdet sein wird.
Beim 2:2 bei
Birmingham City machte Almunia dabei nicht immer eine gute Figur.
Überschattet wurde die Begegnung von einem folgenschweren Foul von
City-Spieler Martin Taylor am kroatischen Nationalspieler Eduardo da Silva, der
sich das linke Bein brach. "Das Foul war brutal, dieser Typ sollte nie
wieder Fußball spielen. Für Eduardo ist die Saison vorbei, die Verletzung ist
sehr schwer", tobte Wenger. Durch das Remis erlebte Arsenal einen leichten
Rückschlag. Die "Gunners" liegen nun "nur" noch drei
Punkte vor dem Zweiten Manchester United. James McFadden (32.,
90.+4/Foulelfmeter) traf für die Gastgeber, Theo Walcott (50./55.) war für
Arsenal erfolgreich.
Es ist jetzt schon
10 Jahre her und das Gastspiel dauerte nur ein halbes Jahr - aber mal ehrlich,
gibt es jemanden der schöner ein "R" auf italienisch rollen kann als
Jens?
22. Februar 2008 -
Champions League - FC Arsenal - AC Mailand - Rückhalt Lehmann
Kein Gegentor, ein
Riesen-Abwurf und zwei gute Paraden: Mit einer erneut fehlerlosen Leistung hat
Jens Lehmann im Top-Duell der Champions League mit Titelverteidiger AC Mailand
seinen Kasten sauber gehalten.
Ob er es geahnt hat? Schon im Kabinengang vor dem Spiel wirkte Lehmann
erstaunlich locker. Statt des gewohnten Tunnelblicks lachte er freundlich,
herzte seinen ehemaligen Teamkameraden Paolo Maldini. Fünf Minuten und
20 Sekunden nach dem Anpfiff hätte die ihm die Milan-Legende fast die gute Laune
ausgetrieben, doch mit einem starken Reflex wehrte der Keeper
den Kopfball des 39-Jährigen ab. Es war Lehmanns erster Ballkontakt, und beim
nächsten ging ein Raunen durch das Stadion: Mit einem 70-Meter-Abwurf wie aus
einer Steinschleuder schickte er Emmanuel Adebayor allein auf Milan-Torwart
Zeljko Kalac zu. Fast hätte Lehmann also einen Assist
gesammelt - doch der Top-Stürmer blieb hängen.
Dank des
"zu null" hat Lehmann dem FC Arsenal eine passable Basis für den
anvisierten Viertelfinal-Einzug gesichert. "Wir haben keinen reingekriegt. Das
ist eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel", sagte der deutsche
Fußball-Nationaltorhüter trotz des 0:0. Ob der von den Fans im Emirates-Stadion
mit "Leeman-Rufen" gefeierte Deutsche am 4. März im Meazza-Stadion wieder dabei
sein wird oder seinen Platz an den zuletzt fehlenden Spanier Manuel Almunia
abtreten muss, liegt aber bei Trainer Arsene Wenger.
Arsenals
Coach lobte den 38-jährigen Deutschen als "Rückhalt", ließ aber
offen, wer in der Premier League in Birmingham im Tor stehen wird. Im Rückblick
auf das Milan-Spiel trauerte er den vergebenen Chancen nach, die in Emmanuel
Adebyors Lattentreffer (90.+4) gipfelten. Während AC-Coach Carlo Ancelotti («Wir
dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen») vor zu großer Selbstsicherheit warnte,
monierte Wenger: "Vor dem Tor waren wir entweder zu ungestüm oder zu nervös".
"Er hat keinen Fehler gemacht. Wenger wird wissen, was er an ihm hat",
versuchte sich Lothar Matthäus als TV-Experte mit einem vorsichtigen Lob.
Ähnlich sah es auch Didi Hamann: "Jens hatte nur wenige Szenen, aber da war
absolut zur Stelle. Auch das ist eine Qualität."
Durch das Remis haben sich vor allem die Italiener eine sehr gute
Ausgangsposition für das Rückspiel in zwei Wochen geschaffen. "Für uns ist das
Ergebnis vom Spielverlauf her etwas enttäuschend. Aber Milan war clever",
resümierte Lehmann. Zu seiner unsicheren persönlichen Situation sagte er: "Ich
weiß nicht, wie es jetzt weitergeht. Bei einem 0:0 hat man als Torwart nicht so
viel verkehrt gemacht. Ich habe immerhin gezeigt, dass man, wenn ich unter Druck
stehe, auf mich bauen kann."
Seine Lage bei Arsenal kommentierte er mit einem Lächeln: "Ich weiß es auch
nicht genau. Ich schaue weiter von Spiel zu Spiel." Grundsätzlich scheint sein
Selbstvertrauen aber nicht gelitten zu haben. Auf die Frage nach der aktuellen
Diskussion um Deutschlands Nummer Eins konterte er trocken: "Das verfolge ich
weniger. Ich wüsste auch nicht, was es da zu diskutieren gibt."
DFB-Torwarttrainer Andreas Köpke: „Das war wieder Jens, wie wir ihn kennen.
Kein leichtes Spiel für einen Torwart, wenn man nicht viel zu tun kriegt, aber
in jeder Sekunde höllisch aufpassen muss.“
Nationalelf-Manager Oliver Bierhoff: „Jens war fehlerfrei. Aber er hätte sich
bestimmt gewünscht, mehr glänzen zu können.“
Quellen:
Eurosport/ARD/FTD
Das ganze Spiel nochmal
ansehen - jetzt hier
für Forumsmitglieder im Downloadbereich!
18. Februar 2008 - Stark gespielt - hoch verloren
Trotz
der klaren Niederlage gegen Manchester United im FA-Cup (0:4)
gibt sich Nationaltorhüter Jens Lehmann im Sportschau-Interview
selbstsicher.
Und hier noch ein paar
Jens-Lehmann-Szenen des Spiels:
Video steht auch als Download zur Verfügung!
16. Februar 2008 - Debakel für Lehmann und Arsenal
Herber
Rückschlag für Jens Lehmann (38) und den FC Arsenal London!
Der
Tabellenführer der Premier League wurde im Achtelfinale des
FA-Cup (englischer Pokal) von Manchester United vorgeführt und
ging mit 0:4 (0:3) unter .
ManU
legte gleich mit Volldampf los und überrannte die Londoner.
Dank eines Doppelschlags von Wayne Rooney (17.) und Darren
Fletcher (19.) gingen die „Red Devils“ schon früh in Führung.
Mit dem 3:0 von Nani in der 38. Minute war die Partie schon in
der ersten Hälfte gelaufen.
Lehmann
wurde von seinen Vorderleuten im Stich gelassen und war bei
allen Gegentoren machtlos. In der zweiten Hälfte konnte
sich der 38-Jährige mit einigen guten Paraden auszeichnen.
Zu allem Überfluss sah Arsenals Eboube in der 49. Minute nach
einem Foul die Rote Karte. Das 4:0 von Fletcher (74.) war der
Schlusspunkt einer desolaten Leistung des FC Arsenal.
16. Februar 2008 -
Vorgezogenes Endspiel im Old Trafford
Die Achtelfinal-Auslosung im FA-Cup
hat den englischen Fans einen echten Leckerbissen serviert.
Mit Manchester United und Arsenal London treffen die beiden
dezeit stärksten Teams der Premier League im Old Trafford
aufeinander (Sa., ab 18 Uhr LIVESCORES
und im DSF).
Nach der 1:3-Niederlage im Liga-Derby gegen Manchester City
liegt ManUs in der Tabelle fünf Punkte hinter den "Gunners",
die zuletzt mit Jens Lehmann im Tor 2:0 gegen Blackburn
gewannen.
Im Pokalduell der Top-Teams messen auch die beiden besten Stürmer
Fußball-Englands ihre Kräfte.
Manchesters Cristiano Ronaldo führt zusammen mit Arsenals
Emmanuel Adebayor die Torschützenliste mit 19 je Treffern an.
"Cristiano spielt zurzeit wie von einem anderen
Planeten", lobte Uniteds langzeitverletzter Kapitän Gary
Neville in der "Sun". "Das Beeindruckendste an
ihm ist die Hingabe, die er im Spiel zeigt."
Neben Ronaldo kann Coach Sir Alex Ferguson auch wieder auf
Wayne Rooney zurückgreifen, der seine Sperre abgesessen
hat.
Die Rückkehr des bulligen Stürmers ist vor allem für
Manchesters Psyche gut. Denn sämtliche vier
Saisonniederlagen kassierte der amtierende Meister ohne
Rooney.
Dessen Comeback kommt auch Carlos Tevez zugute, der ohne
seinen Sturmpartner zuletzt nicht so gut zur Geltung kam.
Auf Lehmann wartet viel Arbeit
Dass Lehmann im Tor der "Gunners" reichlich zu tun
bekommen wird, ist durchaus zu erwarten.
Stand der Nationaltorhüter zuletzt nur wegen gesundheitlicher
Probleme von Konkurrent Manuel Almunia zweimal in der Liga
zwischen den Pfosten, so hat er im FA-Cup eine Einsatzgarantie
von Trainer Arsene Wenger.
Der Franzose hat genügend andere Baustellen, gleich neun
Profis fallen aus: Johan Djourou, Robin van Persie, Abou Diaby,
Denilson, Theo Walcott, Gael Clichy, Bacary Sagna, Philippe
Senderos sowie der ehemalige Dortmunder Tomas Rosicky werden
beim Pokalhit nicht mit dabei sein.
Wenger will im Hinblick auf das Champions League-Spiel
kommenden Mittwoch gegen den AC Mailand "eine Mannschaft
aufstellen, die eine gute Chance hat, das Spiel zu gewinnen,
ohne weitere Verletzungen für den Rest der Saison zu
riskieren.
Zurückgreifen kann der Coach wieder auf die Ivorer Kolo Toure
und Emmanuel Eboue, die vom Afrika-Cup heimgekehrt sind.
13. Februar 2008 -
Löw stellt Lehmann nicht infrage
Jens
Lehmann genießt weiterhin das volle Vertrauen des Bundestrainers
und wird gegen die Schweiz imTor stehen.
Joachim Löw zieht
seinen EM-Plan mit Jens Lehmann ungeachtet der Unsicherheiten
des National-Torhüters im jüngsten Test gegen Österreich weiter
uneingeschränkt durch. Im nächsten Länderspiel der deutschen
Nationalmannschaft am 26. März gegen die Schweiz bekommt der
Arsenal- Schlussmann wie langfristig festgelegt neue Spielpraxis
- und damit die Chance auf eine schnelle Wiedergutmachung. «Ich
gehe davon aus, dass Jens gegen die Schweiz spielen wird»,
erneuerte der Bundestrainer am Mittwoch in der «Sport Bild» das
Aufbau-Programm für den 38-Jährigen. Löw hatte schon nach dem
3:0 in Wien klar gemacht, dass er weiterhin mit Lehmann als
Nummer 1 für die EM plane. «Wir stellen jetzt nicht alles
infrage», betonte der DFB-Chefcoach.
Angesichts der unklaren Situation
von Lehmann bei seinem Club in London, wo er noch immer nur als
Ersatz für den derzeit erkrankten Manuel Almunia gilt, weiß Löw
um die anhaltenden Diskussionen um seinen Stammkeeper. «Das ist
klar. Aber wir haben sehr viel Vertrauen zu ihm», bemerkte der
Bundestrainern nach Lehmanns Fehlern in Österreich. Falls
Lehmann allerdings auch gegen die Schweiz oder in den Einsätzen
für Arsenal erneut patzen sollte, bekommt Löw, der einen Wechsel
seiner Nummer 1 im Winter zu Borussia Dortmund als
Spiel-Garantie gern gesehen hätte, ein Problem. Denn einen
ernsthaften Alternativ-Plan mit Timo Hildebrand (7 Länderspiele)
oder Robert Enke (1) als EM-Torhüter gibt es offenbar nicht.
«Jens
hat Routine, Erfahrung, er strahlt Ruhe aus», beschrieb Löw die
Vorzüge von Lehmann (52 DFB-Spiele) gegenüber den potenziellen
Nachrückern. Zudem schätzt die sportliche Leitung das moderne,
offensive Torwart-Spiel des Wahl-Engländers.
Die Fans sehen es ähnlich: In einer von «Vanity Fair» in Auftrag
gegebenen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid
sprachen sich knapp die Hälfte der Befragten für Lehmann als
EM-Torhüter aus, für Hildebrand nur 15 und für Enke vier
Prozent. 16 Prozent votierten für Kahn, der längst aus der
Nationalelf zurückgetreten ist.
Auch
nach Wien, wo Lehmann bei einem unmotivierten Ausflug aus dem
Strafraum zu spät kam, wird es kein Ausflugs-Verbot für den
gebürtigen Essener geben. «Eigentlich erwarten wir von Jens,
dass er diese Bälle erläuft und so gefährliche Situationen
vermeidet», sagte Bundestorwart-Trainer Andreas Köpke. «Es ist
gut, dass er Risiko geht und nicht Alibi spielt», hatte
Teammanager Oliver Bierhoff schon nach dem Wien-Spiel
festgestellt. «Jens ist erfahren genug, dass er dem Druck
standhält.»
12. Februar 2008 - Arsenal nutzt Patzer der Konkurrenz
Der englische Spitzenklub FC Arsenal hat von den
Ausrutschern der Konkurrenz profitiert und seine Tabellenführung
in der Premier League weiter ausgebaut. Beim 2:0 (1:0)-Erfolg
über die Blackburn Rovers gehörte der deutsche Nationaltorhüter
Jens Lehmann zum zweiten Mal in Folge zur Startformation der "Gunners".
Vier Monate vor Beginn der Europameisterschaft in Österreich
und der Schweiz (7. bis 29. Juni) stand der 38-Jährige wie schon
in der Vorwoche nach fünfeinhalb Monaten Wartezeit für den
verletzten Manuel Almunia von Beginn an im Tor. Von dort sah er
die frühe Führung durch Philippe Senderos (4.) und den zweiten
Treffer von Emmanuel Adebayor (90.).
Mit nun 63 Punkten haben die Londoner fünf Zähler Vorsprung
auf Manchester United, das am Sonntag im Derby gegen Manchester
City (1:2) gepatzt hatte. Acht Punkte hinter dem Lehmann-Klub
liegt der FC Chelsea (55) mit Nationalmannschaftskapitän Michael
Ballack nach dem 0:0 gegen den FC Liverpool.
Die Highlights
8. Februar 2008 - Lehmann's Statistik - 531 ohne Gegentor
(...) Nun ist auch Jens Lehmann im Besitz eines Rekords: Seit dem
22. August des vergangenen Jahres, als ihn Steven Gerrard beim
Länderspiel in Wembley überwand, ist er in sechs Begegnungen 531
Minuten lang ohne Gegentor geblieben. Überholt hat er damit
Torhüter-Legenden wie den Italiener Walter Zenga, der es mal auf
518 Minuten brachte, wie Sepp Maier (475) oder Gordon Banks, der
442 Minuten lang makellos hielt. Makellos gehalten hat Lehmann
in seinem Rekordspiel allerdings gerade nicht. Im Gegenteil, was
er am Mittwoch beim Länderspiel gegen Österreich bot, war
bescheiden bis blamabel.
Seine Leistung hat, wie zu erwarten, auch eines der
beliebtesten deutschen Fußballthemen, die sogenannte "T-Frage",
wieder auf die Tagesordnung gebracht. Deren Diskussion wird
absehbar ausufern - und je länger sie Bundestrainer Joachim Löw
nicht zugunsten von Lehmann entscheidet, desto größer wird der
Schaden sein. Warum aber weiter auf Lehmann bauen?Weil das Auf
und Ab seiner Leistung keineswegs neu ist. Zu Anfang der
neunziger Jahren verhöhnten ihn die Schalke-Fans als
Fliegenfänger, nur um ihn 1997 zu vergöttern, als er durch einen
gehaltenen Elfmeter den Uefa-Cup sicherte. Kaum anders erging es
ihm später bei Borussia Dortmund, kaum anders ergeht es ihm
heute bei Arsenal London.
Bei vielen Torleuten der Extraklasse liegen Genie und
Wahnsinn dicht beieinander, bei Lehmann eben in extremem Maß.Solange die Aussicht besteht, dass, wie bei der WM 2006, auch
bei der Europameisterschaft im Sommer das Genie überwiegen wird,
besteht kein Grund, ihn zu ersetzen - Spielpraxis hin oder her.
Apropos Statistik: Die deutsche Torfrau Nadine Angerer ist jetzt
seit 782 Minuten ohne Gegentor - und sie kann den Rekord noch
weiter verbessern. Erst wenn ihre Statistik zur Legendenbildung
taugt, wird der Frauenfußball wirklich gleichberechtigt sein.
Lehmann hingegen kann schon in ein paar Monaten eine Legende
sein. Dieses auch statistische Risiko sollte man eingehen.
Seit Wochen zerbrechen sich sowohl
Experten als auch Fans den Kopf über die Form von Jens Lehmann. Im
Arsenal-Trikot nur zweite Wahl, von Bundestrainer Joachim Löw zur Nummer
Eins geadelt, hat sich der 38-Jährige mit seiner Leistung im
Testländerspiel gegen Österreich
blamiert.
Ironie der Ereignisse: Lehmann hält nun mit 531 Minuten ohne
Gegentor den Zu-Null-Rekord eines Torhüters im Trikot der
deutschen Nationalmannschaft. Und trotzdem wird sich Fußball-Deutschland
am Tag nach der schwächsten Spielhälfte der DFB-Elf seit dem
Amtsantritt von Löw und einem katastrophalen Auftritt von
Lehmann erneut die Frage stellen: Wer ist die wahre Nummer eins
im deutschen Kasten?
Momentaufnahmen des 90-Sekunden-Blackouts von Lehmann und seine
Erklärungen direkt im Anschluss an die Partie:
22. Minute: Martin Harnik stürmt bedrängt von
Manuel Friedrich auf der rechten Außenbahn. Lehmann eilt wie
von der Tarantel gestochen aus seinem Kasten, scheitert jedoch
mit seinem zaghaften Versuch den Österreicher rund 35 Meter vor
dem deutschen Gehäuse zu stoppen. Ein nicht zu erklärender
Ausflug, dessen Folgen
Per Mertesacker nach einem Schuss von Roland Linz in letzter
Sekunde mit einer Grätsche vereitelte. Lehmann: "Ich habe mich beim ersten Ball verschätzt, weil
der Platz an einigen Stellen glitschig war und an dieser Stelle
eher stumpf." 22. Minute: Die darauf folgende Ecke unterlief Lehmann
und ließ
Emanuel Pogatetz zum Kopfball kommen, der sein Ziel nur
knapp verfehlte. Lehmann: "Bei dem hohen Ball kam ich zwar gut raus, aber
der Gegenspieler war sehr groß." 23. Minute: Lehmann steht wie angewurzelt auf die Linie,
während Harnik den Ball per Kopf aus sechs Metern an die
Querlatte nagelt. Lehmann: "Bei diesem Eckball kann ich nichts dafür. Die
Österreicher waren bei Standardsituationen generell sehr
gefährlich."
Doch
damit nicht genug: Sowohl vor als auch nach dem
90-Sekunden-Blackout machte Lehmann einen unsicheren Eindruck.
In den ersten fünfzehn Spielminuten landeten die meisten Pässe
des "spielenden Tohüters" beim Gegner. In der 54. Minute ließ er
einen Schuss von Harnik aus 18 Metern abprallen. Der
heraneilende Linz vergab jedoch den Nachschuss aus kurzer
Distanz.
Lehmann wird sein 52. Länderspiel, in dem aus seiner Sicht
einzig das Ergebnis (3:0) stimmte, so schnell wie möglich
abhaken. Der Spruch: "Im Nachhinein fragt keiner danach, wie der
Erfolg zu Stande kam", ist zwar richtig, dennoch wird sein
Auftritt im Wiener Ernst-Happel-Stadion in den Köpfen von Fans
und Experten verankert bleiben. Hoch lebe die T-Frage.
3. Februar 2008 - Treffen der Nationalmannschaft - Sportschau-Interview
mit Jens Lehmann
Mit
Jens Lehmann im Tor gewann Arsenal London gegen Manchester City
3:1 und ist nun Tabellenspitze. Im Sportschau-Interview
gab sich der deutsche Torhüter zufrieden und meint: "Ich
hoffe, dass ich jetzt öfters spielen darf."
Am
Sonntag traf sich die Deutsche Nationalmannschaft in Frankfurt
zum ersten Training. Bilder der ersten Trainingseinheit gibt es
auf DFB
- In Team.
Die
Pressekonferenzen am Montag und Dienstag können Fans live und
in voller Länge online
verfolgen.
2. Februar 2008 - Für
ein Spiel - Lehmann regiert England!
Manchester
City - Arsenal - 1:3
London
- Jensationell. Mit dem deutschen Nationaltorhüter Jens
Lehmann im Tor – ausnahmsweise eingesprungen für den
verletzten Stammkeeper Almunia – übernimmt Arsenal London
die Tabellenspitze in Englands Premier League. Die lange
Liga-Pause (letztmals stand Lehmann am 19. August 2007
beim 1:1 gegen Blackburn im Tor) merkte man dem 38-Jährigen
überhaupt nicht an.
Lehmann
hielt beim 3:1 bei Manchester City fehlerfrei, verhinderte in
der 66. Minute sogar mit einer spektakulären Fußabwehr den möglichen
Ausgleich. So konnten die Gunners am Ende über Tore von
Adebayor (9., 88.) und Eduardo (26.) jubeln. Beim Gegentor
durch Fernandes (28.) war Lehmann chancenlos.
Für
den Keeper wird es aber wohl nur ein Tagesausflug bleiben.
"Almunia kann nicht spielen. Es dauert aber nur eine
Woche", so Arsenal-Coach Arsene Wenger vorm Spiel.
Quelle: Berliner Kurier
Manchester City - Arsenal (1:3) -
Highlights
Die Tore und zwei schöne
Rettungstagen von Jens
1. Februar 2008 -
Professor Lehmann (II)
Erinnert sich noch jemand an DIESEN
ARTIKEL ? Nun - er hat es schon wieder getan:
Jens Lehmann punktet im
Hörsaal
Jens
Lehmann, deutscher Nationaltorhüter und Keeper beim englischen
Spitzenclub FC Arsenal, ist Gastredner an der prominenten London
School of Economics (LSE). Organisiert wird die Veranstaltung
von der German Society. Immer am Anfang eines Jahres holt die
Studentenorganisation prominente Deutsche an die LSE.
"German Week" nennt sie das. Lehmann soll von seinen
Erfahrungen bei Arsenal London und von der deutschen
Nationalmannschaft erzählen.
Den
deutschen Nationaltorhüter einzuladen war mutig. Eigentlich
werden Politiker und Wirtschaftsbosse in den Hörsaal gebeten.
Die Gäste sollen den internationalen Studenten der LSE
Deutschland näher bringen. Der Ex-Kanzler Gerhard Schröder war
im letzten Jahr da, 2006 besuchte Michel Friedman die Londoner
Kader-Schmiede. Und in diesem Jahr ein Fußballer?
Doch
das Konzept geht auf. Der Hörsaal ist bis auf den letzten Platz
gefüllt. Als der Torhüter den Raum betritt, singen die
Studenten: "Lehmann, Lehmann!" (...)
Lehmann
ist als Spitzentorwart bekannt. Und für seine gelegentlichen
Wutausbrüche auf dem Spielfeld. Doch im Hörsaal ist er ein
Anderer. Dort ist er ist ruhig, seine Körpersprache und
Rhetorik sind trainiert, er wirkt professionell. Seine Frisur,
der maßgeschneiderte grauer Anzug und die Manschettenknöpfe
erinnern eher an einen Geschäftsmann als an einen Fußballer.
Der 38-Jährige liefert auch in der Uni eine gute Vorstellung.
Hier steht jemand, der sich seiner Sache sicher ist, der auch
nach seiner aktiven Karriere nicht von der Bildfläche
verschwinden wird. Er repräsentiert eine neue Fußballer-Spezies,
zu der auch Jürgen Klinsmann, Jogi Löw und Oliver Bierhoff gehören
- das sind alles Managertypen.