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      News - Dezember 2009

 
 
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21. Dezember 2009 - Ein frohes Fest - doch der VfB bleibt eine Gross-Baustelle

 

Beim 3:1 gegen Hoffenheim schöpfen die Roten neuen Mut - Trainer kündigt für die Winterpause "extrem viel Arbeit" an. 

Es war ein seltenes Glücksgefühl. Selten - und deshalb erhebend. Ein schönes Fest, so kurz vor dem Fest. Immerhin lag der letzte Heimsieg 18 Wochen zurück. Am 15. August, am zweiten Spieltag, hatten die Roten den SC Freiburg 4:2 geschlagen. Damals deutete noch alles darauf hin, dass die Mannschaft den Höhenflug der vergangenen Rückrunde - von Platz 10 nach der Hinrunde auf Platz drei im Mai - mühelos fortsetzen könnte. Stattdessen ging es steil bergab. Der Absturz war gnadenlos - von Rang drei auf Rang 15. Ein verrücktes Jahr. So gesehen hatte der letzte Auftritt etwas Versöhnliches. Selbst die Fans, die vor zwei Wochen noch auf die Barrikaden gegangen waren, standen wieder hinter der Mannschaft, die wenigstens ihr Minimalziel erreicht hat: Sie muss nicht auf einem Relegations- oder Abstiegsplatz überwintern.


Jens Lehmann: Begehrtes Fotoobjekt auf der Tribüne

Für das Selbstverständnis des VfB Stuttgart 1893 e. V. ist dieser Satz der blanke Hohn. In der Champions League fordern die Roten am 23. Februar und 17. März den FC Barcelona, und auch in der Liga zählen sie sich zu den Topclubs. "Wir sind der VfB Stuttgart, wir gehören nicht da unten hin", sagte Timo Gebhart. Die Realität widerlegt ihn brutal. Und Horst Heldt wehrt den Anfängen, nach einem einzigen Sieg die Dinge schon wieder rosarot zu sehen: "Wir haben zu wenig Punkte und stecken im Keller. Ich hoffe, das hat auch jeder verstanden."
Falls nicht, hilft Christian Gross. Alle Hoffnung bündelt sich im neuen Trainer, der mit zwei Siegen und einem Unentschieden vielversprechend gestartet ist.

Der Schweizer ist Realist und Optimist. Und er setzt erste Akzente, die fruchten.

In einer Situation, in der vieles ins Wanken geraten ist, klammert sich Gross an Konstante. Die Wichtigste betrifft die Aufstellung. Er setzt auf eine feste Formation, die er nur ändert, wenn ihn Sperren oder Verletzungen dazu zwingen. Zumindest so lange, bis er die Mannschaft und ihren Charakter besser kennt und bis sich wieder Selbstvertrauen in der Truppe breitgemacht hat.

Im Training begnügt sich Gross nicht mit der Rolle des stillen Beobachters. Er mischt aktiv mit, unterbricht, dirigiert lautstark, zeigt Lösungen für die jeweiligen Spielsituationen auf, kurz: Er fordert nicht nur die Leidenschaft, er lebt sie auch vor.

Und er spricht die Dinge klar an: sachlich und dennoch resolut. Gross ist erfahren genug, um zu wissen, was er will, was der Mannschaft guttut und wie er ihr helfen kann. "Das Positive überwiegt", sagte er nach dem Sieg gegen Hoffenheim, "aber unsere 16 Punkte sind sehr, sehr bescheiden. Uns steht noch extrem viel Arbeit bevor." Der VfB bleibt eine Gross-Baustelle. Umso größere Bedeutung kommt dem Trainingslager im spanischen La Manga (ab 3. Januar) zu. "Es ist und bleibt eine große Herausforderung, den Abstieg zu verhindern", sagte Gross.

Immerhin: In kürzester Zeit ist es ihm gelungen, bei einigen Spielern die Lebensgeister neu zu wecken. Siehe Pawel Pogrebnjak, der plötzlich zum Aktivposten wird. Siehe Ciprian Marica, der den Mumm hatte, sich den Ball zu schnappen und den Handelfmeter zum 1:0 zu verwandeln. Siehe auch Timo Gebhart, dem er "Vertrauen gegeben" hat. Gebhart versemmelte zwar eine Riesenchance statt zum frei stehenden Cacau abzugeben, aber er gab auch den entscheidenden Pass zum 3:1 von Sami Khedira - und damit das Stichwort für Christian Gross. "Khedira", sagte der Coach, "ist ein wunderbarer Junge, ein ganz toller Profi. Er ist bei uns eine Führungsfigur. Von seiner Sorte bräuchte ich viel mehr Spieler." Da wird sich sogar der Realist Gross untreu. Aber man wird ja noch träumen dürfen.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten
 






19. Dezember 2009 - Danke Herr Schmidt!

 

 




18. Dezember 2009 - Friede, Freude, Weihnachten

Jens Lehmann bei "Kerner"

"Ich bin ich und für meine Taten verantwortlich. Diese Aktionen am Wochenende waren zweifelsfrei nicht gut und wenn ich könnte, würde ich sie rückgängig machen." Bei Kerner sprach Jens Lehmann, Ex-Nationaltorhüter und Keeper beim VfB Stuttgart, gestern zum ersten Mal öffentlich über die Entgleisungen, die zuletzt für viele negative Schlagzeilen sorgten. Die Strafe vom Verein werde er akzeptieren - über die tatsächliche Höhe allerdings schwieg Lehmann: "Sie ist sehr hoch."

Auch über die anschließende Auseinandersetzung mit einem Fan zeigt sich der einstige WM-Held geläutert: "Auf Situationen wie diese bin ich nicht vorbereitet. Das sollte mir nicht passieren, aber jetzt ist es nun mal so. Es ist mir peinlich, es ist mir unangenehm und ich wäre am liebsten verschwunden, ohne erkannt zu werden. Ich wusste einfach in dem Moment nicht, wie ich ihn sonst zum Schweigen bringen soll."

Seine Karriere beim VfB Stuttgart wolle er nicht vorzeitig beenden, denn trotz der Probleme in der jüngsten Zeit wisse er auch, dass er "eine gewisse Grenze nie überschritten" habe: "Ich habe in all der Zeit nie jemanden verletzt, niemanden geschlagen, bis zum heutigen Tag. Ja, ich habe einige Schlagzeilen abbekommen - über Sachen, die alle nicht gut sind. Aber so richtig schlimme Sachen waren nicht darunter - dann hätte ich ein Problem mit mir und müsste mich kräftig hinterfragen." Insbesondere seine Kinder seien für ihn ein wichtiger Gratmesser, wann er zu weit gehe: "Wenn die Kinder dadurch Probleme bekommen, dann müsste ich mich wirklich fragen, ob das alles noch so richtig ist, was ich mache."

Zur "Pipi-Pause" während des letzten UEFA-Champions-League-Spiels schmunzelte der 40-Jährige nur: "Ich finde es irgendwie ganz sympathisch, dass es immer noch Dinge gibt, die eine Kamera nicht einfangen konnte. Die hätte da nämlich tatsächlich alles gesehen, mein Tiefschutz war verrutscht. Danach konnte ich mich auf jeden Fall besser bewegen."

Seinem Karriereende blickt Lehmann mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen - und wer weiß, vielleicht kehrt er ja 2010 doch noch ins WM-Tor zurück. "Im Fußball ist alles möglich. Aber im Moment ist die Nationalmannschaft für mich sehr weit weg."

Quelle: sat1

 

 

 

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  Der Fall Lehmann - scheinheilig ohne Ende

 

 

 

 

15. Dezember 2009 - VfB steht zu Jens Lehmann - Keeper entschuldigt sich

Spieler verteidigen ihre Nummer 1

Von vielen wegen seines Verhaltens im Spiel gegen Mainz aufs Heftigste kritisiert, erfährt Jens Lehmann Rückendeckung aus dem eigenen Team: Der VfB Stuttgart hält vorerst zu seinem Keeper, der sich bei seinen Mannschafskollegen entschuldigt hat.

Sportdirektor Horst Heldt und Trainer Christian Gross besprachen nach dem Vormittagstraining am Montag mit Jens Lehmann die Vorkommnisse vom Sonntag.

Lehmanns Mannschaftskollegen stellten sich unterdessen hinter ihren streitsüchtigen Schlussmann. "Wir stehen zu 100 Prozent hinter dem Torwart", versicherte Sami Khedira. "Er ist ein Führungsspieler, der immer seine Meinung sagt und sagen muss."

Stürmer Ciprian Marica erklärte: "Jens hat sich bei der Mannschaft entschuldigt." Lehmann wisse, "was sich gehört", fügte Khedira hinzu. Auch Cacau zeigte sich solidarisch. "Ich kann mich in Jens hineinfühlen. Ich wurde auch einmal nach einer Roten Karte an den Pranger gestellt", sagte der Nationalstürmer. "Wichtig ist, dass er Einsicht zeigt, und das hat er getan."

Der Manager rechnet nicht damit, dass der ehrgeizige Routinier "von sich aus das Handtuch" werfe. "Das will ja auch keiner", sagt Heldt den "Stuttgarter Nachrichten" mit Verweis auf Lehmanns gute Leistungen in den vergangenen Wochen.

Trainer Gross zeigt ein gewisses Verständnis für die Attacke gegen Bancé: "Das sind Stresssituationen. Er ist provoziert worden, und da reagiert man eben manchmal falsch." Zugleich stellte der Schweizer gegenüber der "Stuttgarter Zeitung" klar: "Es stehen Dinge an, die müssen wir lösen. Denn der Erfolg der Mannschaft steht über allem." Offensichtlich hält Gross an dem ehemaligen Nationaltorwart fest, auch wenn er diesen angesichts der drohenden langen Sperre nicht nur zum Abschluss der Vorrunde am Samstag gegen Hoffenheim 1899 durch die relativ unerfahrenen Sven Ulreich oder Alexander Stolz ersetzen muss.

Quelle: zdf/dpa

 

 

 

12. Dezember 2009 – Jens Lehmann: "Ich akzeptiere das nicht!"

Der Streit zwischen Jens Lehmann und dem VfB Stuttgart geht in die nächste Runde. Nachdem der Torhüter wegen seiner öffentlichen Kritik an der Entlassung von Trainer Markus Babbel abgemahnt und mit einer Geldstrafe in Höhe von 40.000 Euro belegt worden war, widersetzt er sich jetzt dieser Strafe. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, soll Lehmann nach dem Rapport bei der Klubführung gesagt haben: "Ich akzeptiere die Geldstrafe nicht. Den Grund dafür habe ich der Klubführung dargelegt."

Zu den Gründen, warum er die höchste Geldstrafe der Vereinsgeschichte nicht zahlen wollen, schwieg Lehmann. "Ich werde darüber nicht in der Öffentlichkeit sprechen", sagte er. Manager Horst Heldt hatte nach der Sitzung erklärt, man müsse abwarten, ob Lehmann die Strafe akzeptieren.

Was passiere, wenn dies nicht geschehe, dazu gab es keine Aussagen. Solch ein Verhalten des Torhüters zeichnete sich jedoch schon nach dem letzten Champions-League-Gruppenspiel gegen Unirea Urziceni ab. Schon da hatte Lehmann gesagt, dass er Konsequenzen Seitens des Vereins nicht akzeptieren würde. "Das wäre dann der Anfang von mehr." 

Bereits im Januar hatte Lehmann Kritik an den Trainingsmethoden Markus Babbels geübt - und zahlte 12.500 Euro Strafe. Im Sommer kritisierte der Keeper öffentlich den Vorstand, kam jedoch ohne Strafe davon. Jetzt scheint es aber, als würde er mit seiner ablehnenden Haltung ein Exemple statuieren wollen - notfalls bis zum Rausschmiss.

Gross steht zu Lehmann

Der ist in der gegenwärtigen sportlichen Situation eher unwahrscheinlich. Zumindest Trainer Christian Gross stand auf der sportlichen Seite zu seinem Torwart: "Ich habe ihn in einem 20-minütigen Gespräch als differenzierten Menschen kennengelernt. Seine Erfahrung ist in unserer Situation jetzt extrem gefordert. Ich gehe davon aus, dass er am Sonntag eine sehr gute Leistung bringen wird.

Quelle:t-online

 

 

 


10. Dezember 2009 – Rekord-Start bringt Stuttgart ins Achtelfinale

Neuer Trainer und sofort neues Glück: Der VfB Stuttgart steht nach einer kaum für möglich gehaltenen Gross-Tat im Achtelfinale der Champions League.

Vier Tage nach der Trennung von Markus Babbel besiegte der abstiegsgefährdete Fußball-Bundesligist im ersten Spiel unter Christian Gross den rumänischen Meister Unirea Urziceni vor allem dank einer überragenden Anfangsphase mit 3:1 (3:0). Damit verdrängte der VfB den direkten Konkurrenten im Vorrunden-"Endspiel" noch von Platz zwei in der Gruppe B. In einer geradezu begeisternden Anfangsphase spielte sich der wochenlang verunsicherte VfB, der in der Bundesliga nach zuletzt acht Spielen ohne Sieg lediglich auf Rang 16 steht, fast schon in einen Rausch.

Nach 10:20 Minuten stand es vor 37.000 Zuschauern durch Treffer von Ciprian Marica (5.), Christian Träsch (7.) und Pawel Pogrebnjak (11.) 3:0 - Champions-League-Rekord. Dabei half der rumänische Meister, der durch den Portugiesen Antonio Semedo kurz nach der Pause zum Anschlusstreffer kam (46.), allerdings auch unfreiwillig nach. Dennoch spielte auch der VfB von der ersten Minute an mit einer erkennbar größeren Leidenschaft und größeren Überzeugung als zuletzt unter Babbel.

Der lange erhoffte Befreiungschlag scheint damit gelungen, als Belohnung gibt es nun zu den in der Vorrunde eingenommenen rund 19 Millionen Euro weitere drei Millionen Euro Garantieprämie für die Teilnahme am Achtelfinale. Nach ihrem erst zweiten Heimsieg in dieser Saison treffen die Stuttgarter dort in der K.o. Runde zunächst zuhause auf einen Gruppenersten. Die Stuttgarter stehen zum zweiten Mal nach 2003/04 in der K.o. -Runde der Königsklasse, damals scheiterten sie gleich am FC Chelsea.

In der Saison 2007/08 waren sie dagegen bereits in der Vorrunde gescheitert. Maßgeblichen Anteil beim zweiten Vorstoß in das Achtelfinale, das vor der bislang verkorksten Saison als das Minimalziel beim VfB ausgegeben war, hatte neben den Torschützen bis zu seiner Auswechslung vor allem Sami Khedira, der nach einer siebenwöchigen Verletztungspause sein Comeback feierte. In der 59. Minute wurde er durch Zdravko Kuzmanovic ersetzt. Der neue Trainer hielt bei seiner Aufstellung ohnehin eine Menge Überraschungen parat. Auf sechs Positionen hatte er die Startformation gegenüber dem Bundesliga-Spiel am vergangenen Samstag gegen den VfL Bochum (1:1) verändert.

Die Chance auf einen Einsatz von Khedira hatte er zuvor auf "50 Prozent" beziffert. Der Nationalspieler war seit dem Gruppen-Heimspiel gegen den FC Sevilla (1:3) am 20. Oktober wegen einer Fußverletzung nicht mehr zum Einsatz gekommen. Khedira führte sich gleich prächtig ein. Als er nicht wusste, wohin mit dem Ball, schlug der U21-Europameister unbedrängt vom rechten Strafraumeck eine wunderbare Flanke in die Mitte, und dort verwandelte der Rumäne Marcica, nicht gerade als Kopfballungeheuer bekannt, völlig freistehend und mit der Stirn zum 1:0.

Nachdem Jens Lehmann eine verunglückte Rückgabe von Stefano Celozzi mit einer Glanzparade entschärft hatte, lief nur zwei Minuten später Träsch nach Pass von Marco Gebhart von der Mittellinie allein aufs Tor zu und traf von der Strafraumgrenze. Spätestens nach dem zweiten Treffer, der exakt drei Minuten nach dem ersten fiel, schien es, als sei eine Zentnerlast von den Schultern der Stuttgarter Spieler gefallen. Unirea Urziceni wirkte nachhaltig geschockt und ließ sich drei Minuten später erneut vom VfB übertölpeln. Der von Beginn an einsatzfreudige und laufstarke Pogrebnjak, der zuletzt mit einem Wechsel in der Winterpause zu Dynamo Moskau liebäugelte, setzte sich auf engstem Raum gleich gegen mehrere Gegenspieler durch und schoss aus rund fünf Metern zum 3:0 ein.

Das Stadion glich einem Tollhaus. Bis zur Pause blieb Urziceni den Nachweis seiner Tauglichkeit für die Champions League schuldig, nach dem Wiederanpfiff dauerte es allerdings nur eine Minute, ehe der Portugiese Antonio Semendo gegen die noch etwas schläfrige Stuttgarter Abwehr verkürzte. Ein paar Minuten lang schien der VfB danach zu wackeln, Lehmann erwies sich aber als sicherer Rückhalt - die Stuttgarter bekamen die Begegnung wieder in den Griff. In der 72. Minute traf Gebhart nur das Lattenkreuz.

Jens Lehmann zum Spiel:

„Es war natürlich ein fantastischer Beginn, endlich gab es mal wieder etwas zu freuen. Auf diese drei Tore konnten wir dann aufbauen. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass wir es auch mit dem alten Trainerstab heute geschafft hätten, denn wir waren richtig heiß und konzentriert.. Jetzt gehören wir zu den besten 16 Mannschaften in Europa und das müssen wir schleunigst auch in der Bundesliga beweisen.“


Quelle: sid
 

 Mehr zum Thema:

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Video: Stimmen zum Spiel - Träsch, Lehmann, Khedira und Gross

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  Heldt kündigt Konsequenzen für Jens Lehmann an

 

 


 

 

6. Dezember 2009 – Babbel am Boden

Tumulte in Stuttgart: Nach dem 1:1-Remis im Kellerduell gegen den VfL Bochum ist VfB-Trainer Babbel geschockt, und die Fans gehen auf die Barrikaden.


Die Fans belagerten den Stadioneingang und protestierten lautstark, Teamchef Markus Babbel ließ seine eigene Zukunft offen. Das enttäuschende 1:1 (0:0) gegen den VfL Bochum hat beim VfB Stuttgart am Samstag fast schon Untergangsstimmung ausgelöst.

Zwei Minuten vor Schluss erzielte Christian Fuchs mit einem Freistoß den Ausgleich für die sogar in Unterzahl spielenden Bochumer. Serdar Tascis Führungstor (63.) war danach nicht mehr viel wert: Der VfB ist seit acht Spielen in der Fußball-Bundesliga ohne Sieg. Wieder schlecht gespielt, wieder nicht gegen einen Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg gewonnen – und nun auch noch die eigenen Anhänger gegen sich.


Babbel wirkte schwer angeschlagen. „Wir sind wieder bitter bestraft worden“, sagte er. Erst am Dienstag hatte ihm der Vorstand des VfB den Rücken gestärkt, nach dem späten Schock gegen Bochum dachte der 37-Jährige selbst über Konsequenzen nach. „Otto Rehhagel hat einmal gesagt, dass man Entscheidungen nie aus der Emotion heraus treffen darf, sondern das erst einmal verarbeiten muss.

Diese Zeit nehme ich mir auch“, erklärte er dem TV-Sender „Sky“. Babbel führte den Punktverlust und den mutlosen Auftritt seiner Mannschaft auch auf die Fanproteste zurück. „Die Stimmung im Stadion hat zur Verunsicherung beigetragen“, meinte er.

Nach der Partie belagerten etwa 2000 VfB-Fans den VIP-Bereich der Mercedes-Benz Arena. Sie schrien „Wir haben die Schnauze voll“ und zündeten Feuerwerkskörper. Nach vorläufigen Angaben der Polizei gab es zwei leicht verletzte Polizisten, aber keine Festnahmen. Schon vor und während des Spiels war die Stimmung explosiv.

Etwa 100 Fans hatten den Mannschaftsbus des VfB an der Einfahrt zum Stadion blockiert. Sie entzündeten ein bengalisches Feuer und ließen das Team erst nach dem Einschreiten der Polizei weiterfahren. Während der 90 Minuten kamen im Stadion nach jeder missglückten Aktion Pfiffe auf. Die Fankurve verweigerte der Mannschaft ihre Unterstützung.

Quelle: focus

 


 
Mehr zum Thema:

Babbel Interview (ZDF-Sportstudio)

 

 

 

4. Dezember 2009 – Der etwas andere "MTV Award"

Berg –„Oskar“-Verleihung à la Hollywood für herausragende Sportler:
Auf einem roten Teppich flankiert von lebensgroßen Fußball-Pappfiguren wurden die rund 300 Gäste zum „MTV Berg Award 2009“ in den festlich geschmückten Marstall geleitet – darunter Prominenz wie der DFB-Teamchef und Schirmherr der Veranstaltung, Oliver Bierhoff,
sowie Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann vom VfB Stuttgart.
Per Video-Botschaften, die von Studenten der Münchner Filmhochschule erstellt worden waren und Weggefährten der Oskar-Kandidaten zu Wort kommen ließen, wurden die jeweils drei nominierten Vereinsmitglieder der insgesamt sieben verschiedenen Kategorien vorgestellt, bevor das Geheimnis um den Gewinner gelüftet wurde und der „Oskar“ – eine Medaille, die Oskar-Maria Graf zeigt, überreicht wurde.
Bereits zum zweiten Mal ehrte der Sportverein MTV Berg Fußballer und Turner für ihre langjährigen ehrenamtlichen Leistungen – abseits von Glanz und Gloria.
(...)
In der Kategorie Fußball-Nachwuchsspieler durfte sich Lennard Bücker freuen.
Der junge Spieler bekam seine Medaille aus den Händen von Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann. Im übrigen haben die zwei etwas gemeinsam: Beide sind Torwart und haben für ihren Verein bereits ein Tor erzielt. Der „große“ Keeper, der derzeit für den Bundesligisten VfB Stuttgart im Tor steht, versenkte während seiner Zeit bei Schalke 04 den Ball im gegnerischen Tor von Borussia Dortmund. Der „kleine“ Keeper erzielte per Abschlag vom eigenen Strafraum aus ein Tor für die E-Jugendmannschaft des MTV Berg.
(...)
Eine nette Videobotschaft aus der Ferne kam noch von Ex-MTVler Basti Nagel gemeinsam mit Ex-Nationalspieler Fredi Bobic, der jetzt den bulgarischen Verein Chernomoretz coacht – bevor es zum geselligen Teil überging und die Gäste ausgelassen bis in die frühen Morgen das Tanzbein schwangen.

Quelle: www.kreisbote.de

Fotos: Hans-Peter Höck & Edwin Kunz / gefunden auf www.quh.twoday.net & www.mtv-berg.de

 

 

 

29. November 2009 – BL: Leverkusen - VfB - 4:0 - VfB am Abgrund

Heute soll Babbel entlassen werden

Der Blick geht ins Leere. 77 Minuten sind absolviert, als Markus Babbel einem Häufchen Elend gleicht. Der Teamchef erweckt den Eindruck, als könne er nicht fassen, was da auf dem Platz passiert. Teilnahmslos sitzt er auf seiner Bank. Damit passt er sich dem Bild an, das seine Profis hinterlassen. Am Ende steht eine 0:4-Pleite. Nach dem Abpfiff in Leverkusen verschwindet Babbel sofort in der Kabine – weil er spürt, dass das auch der Abpfiff für ihn beim VfB Stuttgart war?

Am Montag soll die Entlassung des Teamchefs verkündet werden. Das war das Signal am Sonntagabend – und dafür hat Horst Heldt schon in der Halbzeitpause das Feld bestellt. In einer Wutrede rechnete der Manager ab – direkt mit der Mannschaft, aber indirekt auch mit Babbel, der für den Zustand des Teams verantwortlich ist. Unfassbar sei das, was der VfB biete, sagte Heldt – und fuhr fort: Er sprach von einer "Vollkatastrophe" und davon, dass die Spieler nichts begriffen hätten. "Alle elf soll er auswechseln", sagte der Manager. Das Zeichen war klar: das Maß ist voll.

Seit Wochen ist der VfB hin- und hergerissen, weil es im Club zwei Fraktionen gibt. Die eine Seite befürchtet, dass es unter Babbel immer schlimmer wird und dass die Mannschaft völlig aus dem Ruder läuft. Diese Position wurde in Leverkusen mehr als bestätigt. Die andere Hälfte der Vereinsführung wollte in der Trainerfrage trotz aller Bedenken nicht vor der Winterpause handeln – allerdings mit der Einschränkung, dass es bis dahin keinen sportlichen Offenbarungseid gibt. Den hat sich die Mannschaft aber in Leverkusen geleistet.



Schon am vergangenen Dienstag war intern klar besprochen worden, dass Babbel seinen Posten räumen muss, wenn der VfB in der Champions League bei den Glasgow Rangers verliert. Die Elf gewann dann zwar mit 2:0, doch in der Liga droht nun eine Horrorvision Wirklichkeit zu werden. Tabellenplatz 17 ist erreicht, was im Mai den direkten Abstieg in die zweite Liga bedeuten würde. In dieser bedrohlichen Situation sei sich der Vorstand seiner Verantwortung gegenüber dem Club bewusst, hieß es bereits vor der Partie bei den Rangers.

Allerdings hat den VfB das Debakel in Leverkusen unvorbereitet getroffen. Es existierte kein Plan wie in Glasgow, wonach ein bestimmtes Ergebnis automatisch die Trennung von Babbel nach sich zieht. Deshalb wird der VfB heute abschließend beraten, was zu tun ist. Dabei dürfte es jedoch kaum noch Argumente für ein Festhalten an Babbel geben. Nichts mehr spricht für ihn – auch wenn sich der Teamchef gestern Abend noch kämpferisch zeigte. Es könne doch nicht sein, dass jedes Jahr ein neuer Kopf hermüsse, "der die Jungs zum Laufen bringt", sagte Babbel, "ich hoffe, dass ich weitermachen darf".

Aber solche Sätze sagt er seit Wochen. Geholfen hat es nichts. Deshalb sondierte Heldt nicht erst seit gestern den Trainermarkt – und er ist fündig geworden. Die Entscheidung fällt zwischen zwei Kandidaten – wobei es nach StZ-Informationen einen Favoriten gibt: Christian Gross, dem am ehesten zugetraut wird, die Mannschaft auf Kurs zu bekommen. Der Schweizer betreute zuletzt zehn Jahre lang den FC Basel und gilt als autoritärer Trainer. Einen solchen suchte der VfB, weil die Disziplinlosigkeiten im Kader unübersehbar sind. Auch das hat dazu beigetragen, dass Babbel jetzt keinen Rückhalt mehr in der Vereinsführung besitzt.
 

Quelle: StZ

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