Der
Rockmusiker Bryan Adams hat unsere Nationalelf fotografiert. Bei der Vernissage
im Haus der Kunst waren neben dem Künstler auch drei seiner Models zugegen -
Bastian Schweinsteiger, Jens Lehmann und Oliver Bierhoff.
(...) Dass Bryan
Adams, die kanadische Rocklegende, auch als Fotograf arbeitet, ist noch nicht
zu jedermann durchgedrungen. Dass er seinen Job ganz gut macht, kann man jetzt
im Haus der Kunst sehen: Für die Modelinie Strenesse lichtete er die deutsche
Fußball-Nationalelf ab.
Jens Lehmann ist mit
seiner Frau Conny für die Ausstellungseröffnung extra aus England
eingeflogen. Die Pressemeute wartet schon vor dem Haus der Kunst auf ihn. Das
baldige Karriereende von Torhüter-Konkurrent Oli Kahn will er jedoch nicht
kommentieren. Auch sonst ist er sehr zurückhaltend, fast schüchtern.
"Ich fühle mich vor der Kamera nie so richtig wohl", erzählt er.
"Da bin ich nicht so talentiert." Für Adams posierte Lehmann in
hellem Anzug in typischer Torwart-Haltung: breitbeiniger Stand und nach vorne
gestreckte Arme.
Oliver
Bierhoff, der Team-Manager der Nationalelf, ist auf den Bildern eher in der
klassischen Model-Pose zu sehen: mit aufgestelltem Mantelkragen und
melancholischem Blick, der in die Ferne schweift. Seinen Ausflug in das
Model-Business beurteilt er bescheiden: "Man sieht sich natürlich nie
gerne selbst auf Fotos. Wer tut das schon?" Was das Thema Fußball angeht,
gibt sich Bierhoff eher wortkarg.
Dafür plaudert
Bryan Adams umso mehr. "Alle Spieler waren richtig gut vor der
Kamera", lobt er die Amateurmodels. "So natürlich, alle sehr
fotogen." (...)
Dem Münchner
Publikum scheint die Ausstellung zu gefallen. Vor allem die Damen finden die
Kombination von Mode und Fußball sehr sexy. Und für die Männer hat Bryan
Adams dann noch einen Modetipp parat, den viele der Herren bestimmt gerne
hören: "Ein Mann braucht sich nicht groß zu stylen. Kein Schmuck, keine
Accessoires. Eine Jeans und ein Hemd, das reicht."
Bryan Adams Fotos
von den Fußball-Nationalspielern sind noch bis zum 3. Mai im Haus der Kunst zu
sehen.
Auszüge eines Artikels aus sueddeutsche.de
- der ganze Bericht inkl. Fotos HIER
Das Video zum Downloaden und viele weitere Fotos der Ausstellungseröffnung IM
FORUM
20.
April 2008 - Jens Lehmann: Neuer Elfer-Zettel für die EM
Sechs BamS Leser
trafen die deutsche Nummer 1 in seinem Wohnort London,
direkt an der Themse vor dem Big Ben. Spannend, was die Leser Lehmann alles
entlockten ...
Anmerkung
in eigener Sache: Eine Fanpage zensiert normalerweise nicht. Da eine der
von der BamS ausgewählten Lesern jemand ist, die sich auf gefakten MySpace
Seiten gerne selber als Jens Lehmann höchstpersönlich ausgibt und echte Fans
mit falschen Mails und Briefen (Unterschrift: Jens Lehmann) in die Irre führt
distanziert sich die Jens Lehmann Fanpage von dieser Person ausdrücklich und
druckt ihre Fragen hier nicht ab! Und jetzt viel Spaß mit dem Interview.
Tibor
Leitz (39), Angestellter aus Frankfurt: Herr Lehmann, ich bin selbst
Torwarttrainer bei TSG 51 Frankfurt , trainiere Jugend- und Frauenmannschaften.
Welche Tipps haben Sie für mich als Trainer?
Jens Lehmann (38): Ich würde
in dem Alter mit Dehnungsübungen beginnen. Denn wenn die Jungs mit 12 bis 14
Jahren in die Pubertät kommen, werden sie etwas steifer. Auch Yoga kann
helfen.
Ralph Tavella (46), Kaufmännischer
Angestellter aus Wuppertal: Was können die deutschen von den
englischen Klub-Mannschaften lernen?
Lehmann: Ich kann jetzt nur für
Arsenal sprechen, weil ich bei den anderen Klubs ja nicht gespielt habe. Es
gibt da schon große Unterschiede. Das Tempo hier in der Premier League ist
viel, viel höher als in der deutschen Liga. So hoch, dass die meisten ausländischen
Mannschaften das Tempo und die Qualität gegen eine englische Mannschaft nicht
über 90 Minuten halten können.
Lehmann: Das stimmt, ich bin
eine starke Nummer 2... Und erfahren bin ich auch. Ich müsste die Situation
dann noch mal überdenken, weil ich auch mit meinen Kindern ein bisschen in der
Zwickmühle stecke. Sie waren jetzt fünf Jahre hier in London.
Maximilian Unfried: Die würden
sich in Bayern wohlfühlen!
Lehmann: Ja, wir wollen ja in
die Nähe von München ziehen. Das heißt, wenn ich noch mal irgendwo spielen würde,
müssten meine Kinder wieder ein oder zwei Jahre irgendwo anders hin. Da müsste
ich eventuell kompromissfähig sein. Ich will deshalb gar nichts ausschließen.
Durch meine Erfahrung als Reservist habe ich festgestellt: Es ist zwar blöd,
aber mit zunehmendem Alter ist auch das erträglich.
Tibor Leitz: Gab es
eigentlich irgendwann mal ein Angebot von Bayern?
Lehmann: Nein! Als Olli Kahn
mal plante, die Bayern zu verlassen, da hat Sepp Maier gesagt, dass sie mich
dann holen sollten. Aber zu mehr ist es nicht gekommen.
Johannes Budde (57), Sportrichter aus
Barßel: Bei Arsenal saßen Sie fast nur auf der Bank. Wie oft haben
Sie es bereut, im Winter nicht zu Borussia Dortmund gewechselt zu sein?
Lehmann: Ich habe mich
natürlich gefreut, dass Dortmund das Pokalfinale erreicht hat. Für mich
persönlich – wenn man sich mal die Ergebnisse anschaut, die Borussia
Dortmund in der Bundesliga geholt hat – ist es praktischer gewesen, in London
zu bleiben. Und was wäre in Dortmund los gewesen, wenn ich in München fünf
Tore kassiert hätte? Nein, nein, ich habe die Entscheidung nicht bereut.
Maximilian Unfried:
Treten Sie nach der EM auf jeden Fall zurück? Oder nur, wenn Sie Europameister
werden?
Lehmann: Ich mache das überhaupt
nicht davon abhängig, ob wir Europameister werden oder nicht. Wichtig sind für
mich die Fragen: Macht es mir noch Spaß, mich manchmal auch zu quälen? Habe
ich körperliche Probleme? Im Moment fühle ich mich morgens nach dem Aufstehen
sehr gut, ich habe keinerlei Schmerzen. Ich weiß noch nicht, was ich machen
werde.
Christin Loka (22), Studentin aus
Berlin: Wie erklären Sie zu Hause Ihren Kindern Ihre Ausraster auf
dem Spielfeld?
Lehmann: Das habe ich schon
wieder vergessen. In letzter Zeit habe ich so wenig gespielt, dass es nicht
vorgekommen ist. Und davor waren sie noch zu jung, um das richtig
mitzubekommen. Aber jetzt muss ich aufpassen, sie gucken viel Fernsehen und
sind sehr interessiert am Fußball.
Maximilian Unfried: Können
zwei Torhüter des gleichen Vereins Freunde sein oder sind sie immer
Konkurrenten?
Lehmann: Jemand, der mit mir
im selben Verein spielt und hartnäckig die Nummer 1 sein will, kann nicht mein
Freund sein. Aber ich respektiere ihn.
Johannes Budde: Wäre eine
Mischung aus Oliver Kahn und Jens Lehmann der beste Torhüter der Welt?
Lehmann: Das mag sein. Jeder
hat seine Stärken und seine Schwächen. Es wäre schön gewesen, mal so einen
Torwart zu haben, aber den gab es leider nicht.
Tibor
Leitz: Herr Lehmann, wie oft haben Sie es bereut, nicht doch Stürmer
geworden zu sein?
Lehmann: Gerade in diesem
Jahr schon häufiger. Wenn ein Stürmer gut ist, dann bleiben seine Glanztaten
immer in Erinnerung. Bei einem Torwart bleiben aber auch die ganzen Fehler und
Desaster im Gedächtnis. Deshalb habe ich mir schon mal Gedanken gemacht, warum
ich nicht als Jugendlicher die Stürmer-Laufbahn eingeschlagen habe.
Johannes Budde: Welchen Stürmer
fürchten Sie am meisten?
Lehmann: In England hat sich
Wayne Rooney in den letzten ein, zwei Jahren sehr, sehr stark entwickelt.
Didier Drogba von Chelsea ist sehr, sehr gefährlich. Thierry Henry, mein
ehemaliger Mannschaftskamerad, war hier in England eigentlich der Spieler
schlechthin. Jetzt in Barcelona muss er sich wohl erst auf die andere
Spielweise umstellen.
Christin Loka: Müssen die
jungen Torhüter sich im nächsten Jahr noch mit Jens Lehmann in der
Nationalmannschaft auseinandersetzen?
Lehmann: Mal sehen! Wenn ich
weiterspiele, wenn ich jetzt zum Beispiel noch mal Bundesliga spiele und gut
spiele ...
BamS: Tun Sie es?
Lehmann: Ich will nichts
ausschließen. Es kann sein, dass ich aufhöre, es kann sein, dass ich noch
weiterspiele. Das hängt auch davon ab, was für Möglichkeiten ich habe. Es
kann alles passieren. Da muss ich mich jetzt nicht festlegen. Im Moment habe
ich eigentlich noch Lust, weiterzuspielen, weil ich ja in diesem Jahr weniger
gespielt habe.
Johannes Budde: Außer Ihnen
haben sich nur Michael Ballack und Didi Hamann und Robert Huth in England
etabliert. Welchem deutschen Spieler trauen Sie es zu, sich in der englischen
Premier League durchzusetzen?
Lehmann: Wir haben mit Kevin
Kuranyi, Lukas Podolski und Mario Gomez hervorragende Stürmer, die in einem
guten Alter sind, um in die Premier League zu wechseln. Aber auch ein Per
Mertesacker wird vielleicht mal diesen Weg einschlagen, Philipp Lahm sowieso.
Das gibt es einige.
Ralph Tavella: Vor zwei
Jahren haben Sie im WM-Viertelfinale gegen Argentinien die Elfmeterschützen
durch Ihren legendären Zetteltrick ganz schön durcheinander gewirbelt. Gibt
es einen neuen Trick für die EM?
Lehmann: Wenn wir mal wieder
so eine Situation haben, werde ich hervorragend vorbereitet sein. Die Abläufe
werden dieselben sein: Ich werde mich mit Andi Köpke zusammensetzen, und jeder
bringt seine Informationen ein. Und dann wird er mir auch wieder einen Zettel
schreiben. Aber ob ich den dann auch wieder mitnehme? Damals war das spontan.
Tibor Leitz: Warum werden wir
Europameister?
Lehmann: Wenn man das als
Spieler sagt, ist das schon der erste Fehler. Das kann man denken und jeden Tag
daraufhin arbeiten. Aber so etwas zu sagen, steht mir als Spieler nicht gut.
Tibor Leitz: Aber man muss
doch ein Ziel haben. Zum Beispiel: lch will Europameister werden!
Lehmann: Ich persönlich habe
viele Ziele, ich muss die jedoch nicht jedem erzählen und mich jeden Tag daran
messen lassen. Manche Dinge sind besser im Kopf aufgehoben, die sollte man
nicht unbedingt rausposaunen.
Maximilian Unfried: Haben Sie
eigentlich schon eine Einladung zu Oliver Kahns Abschiedsspiel bekommen? Würden
Sie überhaupt hingehen?
Lehmann: Ja klar, warum
nicht?
Maximilian Unfried: Und was würden
Sie ihm sagen?
Lehmann: Ich würde ihm mit
Sicherheit was Nettes sagen. Was genau, das kann ich mir ja dann überlegen.
Christin Loka: Herr Lehmann,
am meisten beeindruckt mich an Ihnen, dass Sie sich nicht verbiegen lassen.
Glauben Sie, dass es zu viele Ja-Sager im Fußball gibt?
Lehmann: Ich habe die
Erfahrung gemacht, dass man nicht immer alles hinnehmen kann. Sonst tanzen dir
die Leute irgendwann auf dem Kopf rum. Ab und zu muss man auch mal eine Meinung
haben, auch wenn die aneckt.
BamS: Es gab Wirbel um Ihre
Aussagen bei Maybrit Illner im ZDF, was die Trinkgewohnheiten Ihrer Tochter
Lieselotta angeht. Trinkt sie noch alkoholfreies Bier, wie Sie in der
TV-Sendung verraten haben? Oder ist sie bei Saft angekommen?
Lehmann: Ja! Seitdem haben
wir auch selber nicht mehr alkoholfreies Bier getrunken. Für mich war das überraschend,
dass ein Restgehalt an Alkohol in alkoholfreiem Bier ist. Sie hat ja auch nicht
so viel getrunken. Also: Sie hängt jetzt nicht an der Flasche
Ralph Tavella:
Chelsea-Torwart Petr Cech spielt nach seinem Schädelbruch mit Helm. Wäre das
auch ohne Verletzung etwas für Sie?
Lehmann: Das habe ich mir
auch schon mal überlegt. Ich habe mich dann gegen den Helm entschieden, aber
ich habe es dann sein lassen. Seit dem Cech-Unfall ist zum Glück auch nichts
mehr passiert. Die Stürmer sind etwas rücksichtsvoller geworden.BamS:
Wenn ein Spieler mit Vollkaracho auf Sie zurast – haben Sie Angst oder
blendet man das völlig aus?
Lehmann: Ich habe häufig die
Einstellung: Jetzt bin ich aber mal gespannt, was passiert. Das kann ich nicht
richtig als Angst bezeichnen. Das finde ich auch manchmal schade. Ich hätte
auch lieber ein bisschen Angst, weil ab und zu wirklich mal was passieren kann.
Christin Loka: Wo sehen Sie
sich, wenn Sie 70 Jahre alt sind?
Lehmann: Ich hoffe, dass ich
dann noch fit bin und Sport treiben kann.
Für den FC
Arsenal ist die Saison zwar gelaufen, trotzdem liessen sich die Gunners nicht hängen
und siegten im heimischen Emirates Stadium gegen die abstiegsbedrohten Gäste
aus Reading.
Lehmann,
der wegen der Handverletzung von Stammkeeper Manuel Almunia wieder
zwischen die Posten rückte, konnte sich in Halbzeit eins nur ein Mal
richtig auszeichnen, nach einer Flanke warf sich der Nationalkeeper nach
einer Flanke Andre Bikey entgegen (13.). Ansonsten zeigte Lehmann aber
eine fehlerfreie Partie und überzeugte mit guter Strafraumbeherrschung.
Walcott leitete
dann auch die Führung der Gunners vor. Auf rechts zog er wieder
unwiderstehlich an allen vorbei, passte auf Kolo Touré und der Ivorer sah
in der Mitte Emmanuel Adebayor in Stellung laufen. Mit einer perfekten
Ballmitnahme legte sich der Stürmer den Ball vor und liess Readings
Keeper Marcus Hahnemann mit einem platzierten Schuss keine Chance (30.) -
Adebayors 21. Saisontreffer.
Mit
der Führung im Rücken wurde das Spiel der Gunners immer sicherer. Kurz
vor der Pause fiel dann auch das verdiente 2:0, wenn das zustande kommen
auch sehr glücklich war. Gilberto Silva kam 25 Meter vor dem
Reading-Kasten zum Schuss, allerdings rutschte der Brasilianer aus und so
wurde der eigentlich ungefährliche Ball unhaltbar für Hahnemann abgefälscht
(38.).
Nach der Pause
spielte weiter nur Arsenal, Reading hatte nicht den Hauch einer Chance.
Nur die Tore fehlten, unterhalten wurden die Zuschauer trotzdem. Ibrahima
Sonko konnte den weiter emsigen Walcott nur mit einem Foul bremsen und
wurde von Schiedsrichter Peter Walton folgerichtig mit Gelb-Rot zum
Duschen geschickt (70.).
Den
anschliessenden Freistoss setzte der Niederländer Robin van Persie so
exakt ins Tordreieck, dass der Ball gegen Latte und Pfosten sprang - und
dann wieder raus aus dem Kasten. Nur zwei Minuten später rettete wieder
Aluminium für die Gäste, diesmal hatte Walcott zu genau gezielt (73.).
Mit einer
tollen Reaktion beim Schuss von Bobby Convey war dann auch Lehmann noch
mal zu Stelle und verhinderte so den Anschlusstreffer (78.).
14. April 2008 - Arsenal
verliert - Jens Lehmann gewinnt
Hamburg - Lehmann hat sich nach acht Wochen auf der Ersatzbank
mit einer starken Leistung für den FC Arsenal zurückgemeldet.
Beim 1:2 (0:0) im Spitzenspiel bei Tabellenführer Manchester
United kam Lehmann für seinen am Handgelenk verletzten Rivalen
Manuel Almunia zum Einsatz und blieb fehlerlos. Samstag hatte
sich der Spanier erstmals zu dem seit langem schwelenden
Torhüterstreit geäußert (mehr...). Arsenal hat
vier Spiele vor dem Saisonende nun neun Punkte Rückstand auf den
Titelverteidiger.
In der ersten
Halbzeit waren die Gäste dank Lehmann, der seinen letzten Einsatz beim 0:0 in
der Champions League gegen den AC Mailand am 20. Februar hatte, ohne
Gegentreffer geblieben. Der 38-Jährige reagierte zweimal gegen ManUs
Stürmerstar Wayne Rooney glänzend per Fußabwehr (23. und 36.). Kurz nach Beginn
der zweiten 45 Minuten gelang Arsenal durch Emmanuel Adebayor (48.) der
Führungstreffer.
Doch nur sechs
Minuten später schlug Manchester zurück. Der Portugiese Christiano Ronaldo
verwandelte einen Elfmeter (54.). William Gallas war zuvor der Ball an die Hand
gesprungen. Ronaldo, der wegen Verzögerung seines Anlaufs ein zweites Mal
antreten musste, kommt damit mittlerweile auf 28 Saisontore. Den Siegtreffer
für die Gastgeber erzielte der frühere Bayern-Spieler Owen Hargreaves mit einem
direkt verwandelten 18-Meter-Freistoß. Der FC Chelsea kann am Montag mit einem
Sieg gegen Wigan Athletic den Rückstand auf ManU wieder auf drei Zähler
verkürzen.
Quelle: Spiegel Online / Fotos: AP
10. April 2008 - Jens Lehmann:
"Ich bin sehr wütend!"
Jens Lehmann hat seine
Reservistenrolle beim englischen Premier-League-Club FC Arsenal
gründlich satt. Nun geht der 38-jährige mit seinen Trainer
Arsene Wenger sowie Stamm-Keeper Manuel Almunia hart ins
Gericht.
9. April 2008 - Castrol
Performance Index im April - Jens Lehmann Nummer 1
Noch am vergangenen Montag hatte
der "Castrol Botschafter" Arsène Wenger anlässlich eines TV
Auftritts bei BBC Inside Sport ein Loblied auf den Castrol
Performance Index gesungen
(ausführlicher Artikel).
Ob ihn das neueste Index-Update wohl nachdenklich macht? ...
Auszug aus der Bewertung:
"(...) Es ist die Leistung eines
Torhüters, die im Index mit Punkten belohnt wird. (...) Jens
Lehmann ließ beim 4:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft mit
einer Parade nach der anderen jeden Angriffsversuch der Schweiz
abblitzen. Er trug auf der Linie wesentlich zum Spielausgang bei
(die Schweizer gaben 10 Torschüsse ab) und verdiente sich damit
verdiente 786 Punkte.
(...) Lehmann konnte sich zwar in Arsène Wengers Mannschaft von
Arsenal bisher nicht als Stammtorhüter durchsetzen, doch in der
Nationalelf spielt er in beeindruckender Form. Nach einer
Qualifikationsrunde mit nur sieben Gegentreffern demonstrierte
er in der Schweiz in einem einseitigen Spiel phänomenale
Konzentration. Die Schweizer gaben immerhin 10 Schüsse aufs Tor
ab, die Lehmann alle problemlos abwehrte. Der Arsenal-Spieler
legte außerdem beachtliche 4.565 Meter zurück."
1. April 2008 - DFB-Boss
schlägt sich auf Lehmanns Seite
"Ich
kann ja nicht so blöde sein und meine Hände benutzen. Gerade die
brauche ich am meisten.“
Jens Lehmann
(38) bestritt gestern noch einmal energisch, sonntagfrüh gegen 1 Uhr einen
Fotografen mit der Faust geschlagen zu haben. Er habe einen aufdringlichen
Paparazzo lediglich weggestoßen.
Wegen des
nächtlichen Gerangels von London muss der Nationaltorwart nicht um die EM
zittern. DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger schlägt sich auf Lehmanns Seite.
Zwanziger zu BILD: „Ich kenne Jens Lehmann nicht nur als guten Torwart,
sondern auch als charakterfesten Menschen. Er hat den Vorfall sicher nicht
ausgelöst, sondern ist darin verwickelt worden.“
Muss nicht gerade
ein Nationalspieler ein besonderes Vorbild sein?
Zwanziger: „Natürlich
sind körperliche Auseinandersetzungen mit Nationalspielern nicht erfreulich.
Aber: Man muss bewerten, wie stark er durch aufdringliche Paparazzi belästigt
worden ist. Auch auf dem Fußballplatz stört mich, dass die Provokateure oft
glimpflich wegkommen und die Provozierten zu Prügelknaben gemacht werden.“
Wie
reagiert Bundestrainer Joachim Löw? Gestern beauftragte er Torwarttrainer Andy
Köpke, mit Lehmann den Vorfall zu klären.
Lehmann
steht bei Arsenal gerade in diesen Tagen unter Druck. Spielt er trotz der
Patzer seines Rivalen Almunia morgen in der Champions League gegen Liverpool
wieder nicht? Löw: „Das würde wohl bedeuten, dass Jens in dieser Saison im
Klub nicht mehr zum Einsatz kommt.“ Da kann der Frust schon mal
explodieren...
Gegen einen der "Paparazzi" will Lehmann nun rechtliche Schritte
einleiten: "Ich erwäge eine Anzeige wegen Nötigung." (so Jens
Lehmann gegenüber
dem Hamburger Abendblatt)
Quelle: Bild + Hamburger Abendblatt
31. März 2008 -
Auseinandersetzung vor Nachtclub
London,
Burlington Street, gegen ein Uhr heute Morgen: Jens Lehmann verlässt den "Embassy"-Nachtklub
und wird von Paparazzi empfangen. Erst gestattet er das Fotografieren, dann
wird ihm der Trubel zuviel. Es kommt zu einer Auseinandersetzung.
Was dann genau passierte, darüber gehen
die Schilderungen auseinander. Während der deutsche Nationalkeeper in
Diensten des FC Arsenal seine Unschuld beteuert ("Ich habe nur einen
Fotografen weggestoßen", "Bild"), sprechen britische Fotografen von
körperlichen Angriffen des 38-Jährigen.
Mit
drei Paparazzi soll sich Lehmann angelegt haben, es folgten angeblich
Handgreiflichkeiten und sogar ein Würgegriff, bevor der beste deutsche
Keeper in ein bereitstehendes Auto flüchtete.
27. März 2008 - Ohne Worte: Jens
Lehmann stoppt Nummer 1 Debatte
Rekord
ausgebaut, souverän gespielt - Jens Lehmann konnte im Baseler St.
Jakob-Park ohne Einspruch wortlos an den Reportern vorbeihasten und
entspannter nach London auf die Ersatzbank des FC Arsenal zurückkehren
.
«Jetzt kommt
sicherlich mehr Ruhe rein», sagte Bundestorwarttrainer Andreas Köpke und
machte angesichts der aufgeregten Debatten um Deutschlands EM-Torhüter
kein Hehl aus der Erleichterung der sportliche Leitung der
Fußball-Nationalmannschaft.
Lehmann war beim
4:0 gegen die Schweiz nicht viel beschäftigt, aber immer konzentriert und
zupackend, wie beim Distanzschuss von Daniel Gygax (59.). Mit 90
fehlerlosen Minuten stoppte der die Medien boykottierende Lehmann nach der
schwachen Leistung beim 3:0 gegen Österreich die Nummer-1-Debatte. «Es gibt da,
glaube ich, bis zur EM keine Diskussionen mehr», kommentierte Kapitän Michael
Ballack.
Vor allem intern,
bei Trainern und Teamkollegen, ist die Lehmann-Debatte durch, auch wenn dieser
bis zum Start der EM-Vorbereitung am 19. Mai womöglich kein Spiel mehr machen
sollte. «Es ist natürlich blöd, wenn du nicht spielst im Verein, da hast du
wenig Argumente», räumte Ballack ein. Der Kapitän sah sich als Fürsprecher für
Lehmann bestätigt: «Jens zeigt aber auch mit seiner Leistung, dass er zurecht
im Tor steht.»
Bundestrainer
Joachim Löw hatte gesehen, was er von seinem 38-jährigen Schlussmann verlangt
hatte: «Er hat Ruhe ausgestrahlt und die Abwehr gut organisiert. Jens war
sehr konzentriert, auch vor dem Spiel.» Und Köpke verwies zudem auf eine
Zahl: 621 Minuten. Seit über zehn Stunden ist Lehmann in Länderspielen
unbezwungen. Der Letzte, der ihn überwinden konnte, war Ballacks
Chelsea-Kollege Frank Lampard beim deutschen 2:1-Sieg in England am 22. August
2007. «Das sind die Dinge, die für Jens sprechen, ebenso wie die Aussagen der
Kollegen», betonte Köpke. Tatsächlich stellt im Mannschaftskreis keiner
Lehmanns Position infrage. Erst recht wirbt niemand öffentlich für die
voraussichtlichen EM-Fahrer Timo Hildebrand und Robert Enke - oder einen Jungen
wie René Adler oder Manuel Neuer.
Die beiden Youngster
aus Leverkusen und Schalke sind weiter im Rennen um ein EM-Ticket - aber nicht
für die Nummer 1. Die ist und bleibt Lehmann, unabhängig vom ständig
schwankenden Meinungsbild bei Fans, Experten und Medien. «Wir können nicht nach
einer TED-Umfrage aufstellen, sonst hätten wir nach jedem Länderspiel einen
anderen Torwart zwischen den Pfosten», meinte Köpke.