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      News - November/Dezember 2010

 
 
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125.000 Euro und ein Vortrag zum Thema ... Selbstdisziplin

Ein halbes Jahr nach seinem letzten Bundesliga-Spiel glänzte Jens Lehmann am Donnerstagabend mit einem starken Auftritt bei „Wer wird Millionär?“.

Beim Prominenten-Special der RTL-Show trat der Ex-Torwart nach Politiker-Gattin Moderatorin Ina Müller (45), Stephanie zu Guttenberg (33) und Comedian Bülent Ceylan (34) an – und gewann 125 000 Euro für die RTL-Stiftung „Wir helfen Kindern e.V.”.

Das Fußball-Idol quizzte sich souverän von Runde zu Runde, geriet aber bei der 125000-Euro-Frage ins Stocken, als es um die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Konfetti“ ging. Auch sein Vater am Telefon, als letzter Joker, wusste keine Antwort. Lehmann seufzte verzweifelt auf – und Jauch verwirrte ihn noch mehr.„Wenn's ganz eng wird und um 125000 Euro geht, was kann dann noch helfen...?“, fragte der Moderator, hob plötzlich sein Bein und legte es vor seinem verblüfften Kandidaten ab. Lehmann traute seinen Augen nicht, als Jauch plötzlich in seinen Strumpf griff und einen Zettel zum Vorschein brachte.

Gelächter und Applaus im Publikum – und auch der ehemalige Nationaltorwart verstand jetzt die scherzhafte Anspielung. Beim WM-Viertelfinale 2006 hatte Lehmann während des Elfer-Schießens mit einem legendären Psycho-Trick Fußball-Geschichte geschrieben: Mit einem Info-Zettel von Torwart-Trainer Köpke, den er in seinen Stutzen versteckt hatte, machte er die argentinischen Schützen nervös.

Bei Jauch fiel Lehmann selbst auf einen Zettel-Trick rein! Erwartungsvoll faltete er das Papier auseinander, doch dort stand nur: „Bei dieser Frage spricht alles für A, B, C oder D!“

Dann half Jauch aber doch: Als Lehmann Antwort B „Süßigkeiten“ riet, loggte er den Tipp sofort ein – 125 000 für den guten Zweck waren gesichert!

Doch 10 Millionen TV-Zuschauer fragten sich auch, wie die berufliche Zukunft des früheren Vollblut-Keepers aussieht. Bei Jauch sprach er nur davon, dass er privat viel mit seinen Kindern kickt. Für eine neue Aufgabe im Profi-Geschäft sei es „noch zu früh“.

Einen Tag vorher hatte Lehmann aber seine Pläne verraten! Vor 200 Studenten sagte er bei einem Vortrag in Münster: „Lustigerweise werde ich im nächsten Jahr gemeinsam mit Oliver Kahn den Trainer-Lehrgang absolvierten. Als Kollegen werden wir uns sicher gegenseitig befruchten.“

Die beiden Erzrivalen von einst gemeinsam auf der Schulbank! Mal sehen, wer da wem den Spick-Zettel klaut...

Quelle: bild

  Vortrag über Selbstdisziplin - Lehmann, Kahn und der ewige Zwang zur Selbstdisziplin

 


 

 

 

 

 

Jens Lehmann: „Mir fehlt der Fußball sehr“

Vor drei Monaten beendete der Torwart seine große Karriere. Jetzt spricht er exklusiv über sein neues Leben, den Kapitäns-Streit, die Klasse der Bundesliga und ein neues Angebot.

BILD am SONNTAG: Genießen Sie Ihr neues Leben? Haben Sie jetzt Urlaub ohne Ende?

Jens Lehmann (40): Ja, mir geht es gut. Ich treibe viel Sport, weil ich ein wenig Sorge habe, dass ich sonst irgendwann umfalle, wenn das Herz nicht mehr belastet wird.

BILD am SONNTAG: Wollen Sie denn bald mal wieder einer geregelten Arbeit nachgehen?

Jens Lehmann: Irgendwann sicherlich. Ich möchte mich aber erst einmal orientieren, um zu sehen, was mir Spaß machen könnte. Als Experte für Sky bin ich demnächst wieder näher dran am Fußball.

BILD am SONNTAG: Als ehemaliger Nationalspieler haben Sie sicher auch zuletzt den Streit um die Kapitänsbinde verfolgt: Bedeutet Jogi Löws Kompromiss-Lösung eine Demontage für Ballack?

Jens Lehmann: Die Entscheidungen, die der Bundestrainer in Bezug auf die Mannschaft getroffen hat, waren in der Regel immer richtig. Man muss einem verletzten Spieler die Chance geben, wiederzukommen. Bei dem Kapitänsamt sollten persönliche Eitelkeiten nichts zu suchen haben.

BILD am SONNTAG: Sie meinen Lahms Aussagen während der WM?

Jens Lehmann: Das ist ein Prinzip, dass man sich auf das Amt bezogen mit Aussagen zurückhalten soll.


BILD am SONNTAG: Tut Ihnen der Mensch Ballack leid?

Jens Lehmann: Mitleid sollte den Menschen gehören, die ein schweres Schicksal erleiden. Für Michael Ballack ist es nicht einfach, wenn man über ihn diskutiert, weil er verletzt war und sich sportlich nicht wehren konnte...

BILD am SONNTAG: Die Nationalspieler Khedira und Özil wurden von Real-Trainer Mourinho heftig kritisiert, weil sie kaum Spanisch sprechen und keine Sozialkontakte im Team hätten.

Jens Lehmann: Wenn Mourinho sich öffentlich so äußert, wird das seinen Grund haben. Wenn Özil und Khedira sich nicht zügig integrieren, werden sie Probleme kriegen. Wenn du zu einem großen Verein gehst, dann freue dich an dem Tag, an dem du unterschreibst. Aber am nächsten Tag muss dir bewusst sein, dass du mehr tun musst als zuvor. Die Erwartungshaltung ist sehr groß.

BILD am SONNTAG: Waren Sami Khedira und Mesut Özil zu jung für den Wechsel zu Real Madrid?

Jens Lehmann: Nein, das ist ein Superschritt für beide. Sie tragen jedoch auch eine große Verantwortung. Wieder zwei Deutsche bei Real bedeutet, dass sie dort unser Land vertreten. So wie es früher Breitner, Stielike, Netzer, Schuster, Illgner oder Metzelder getan haben, die als gute Profis in Erinnerung geblieben sind. Özil und Khedira werden mit dem Druck umgehen.

BILD am SONNTAG: Sie haben selbst beim AC Mailand und Arsenal London gespielt, was raten Sie beiden?

Jens Lehmann: Schnell die Sprache lernen! Das habe ich sowohl in Italien als auch in England gespürt. Professionelles Verhalten ist Teil deutscher Mentalität. Dazu gehört, alles dafür zu tun sich optimal verständigen zu können.

BILD am SONNTAG: Sie haben selbst in Italien und England gespielt. Wo steht die Bundesliga in Ihrem Ranking der europäischen Ligen?

Jens Lehmann: An Nummer eins, was die Attraktivität für die Fans angeht. Die Stadien sind voll, die Infrastruktur unschlagbar, die Spannung hoch. In Spanien stellt sich nur die Frage, ob Real oder Barcelona Meister wird. In England haben in den letzten Jahren meist Manchester, Arsenal und Chelsea den Titel unter sich ausgemacht. Was die Spielstärke angeht, sehe ich die Premier League aber immer noch knapp vorne.

BILD am SONNTAG: In die Bundesliga kommen derzeit auch vor allem ältere Herrschaften wie Raúl und Camoranesi. Drohen wir eine Art Luxus-Altersheim zu werden?

Jens Lehmann: Mal abwarten. Raúl mit seiner Klasse – er denkt immer noch schnell – wird die Bundesliga bereichern. Es wird interessant sein, zu sehen, wie er seine Qualität einbringen wird. Für seine Fitness wird Felix Magath garantiert sorgen.

BILD am SONNTAG: Felix Magath hat auf dem Transfermarkt noch mal groß zugeschlagen. Wie sehen Sie die Politik Ihres Ex-Klubs Schalke?

Jens Lehmann: Wenn es hinhaut: super!

BILD am SONNTAG: Und wenn nicht?

Jens Lehmann: Einen Plan B gibt es wahrscheinlich nicht. Ich hoffe sehr, dass es funktioniert und Schalke um die Meisterschaft mitkämpft. Felix Magath weiß selbst genau, dass die Schalker unter anderem Vizemeister geworden sind, weil sie nur einmal die Woche gespielt haben und ohne Champions-League-Belastung ihre physische Überlegenheit ausspielen konnten.

BILD am SONNTAG: Wen sehen Sie im Titelkampf gegen die Bayern?

Jens Lehmann: Oben werden Schalke, HSV, Leverkusen, Bremen und vielleicht Hoffenheim spielen. Wolfsburg kann auch gut werden. Beim VfB Stuttgart weiß ich aus eigener Erfahrung, dass er zur Winterpause im Niemandsland stehen kann und dann eine Riesen-Rückserie hinlegt.

BILD am SONNTAG: Ist Bayern-Trainer Louis van Gaal ein Risiko eingegangen, als er auf Einkäufe verzichtet hat?

Jens Lehmann: Das ist eine tolle Wertschätzung für seine Spieler. Das zeigt, dass van Gaal Vertrauen hat in die Mannschaft. Und noch mehr in sich selbst. Er will die Bayern ja weiter verbessern.

BILD am SONNTAG: Hätten Sie gern mal unter van Gaal trainiert?

Jens Lehmann: Ja, das hätte mich gereizt. Ich habe gehört, wie er mit seinen Spielern umgeht: Disziplin, Benehmen – das ist ihm sehr wichtig.

BILD am SONNTAG: Haben Sie nach dem letzten Spiel für den VfB Stuttgart eigentlich noch mal Ihre Torwart-Handschuhe angehabt?

Jens Lehmann: Heute ziehe ich sie erstmals wieder an. Beim Tag der Legenden in Hamburg, dem Benefizspiel von Reinhold Beckmann.

BILD am SONNTAG: Sind Sie glücklich so ganz ohne Bundesliga und Champions League?

Jens Lehmann: Natürlich fehlt mir der Fußball sehr, aber glücklich bin ich schon. Ich habe wieder ein Angebot zum Mitspielen erhalten. Von dem Kreisligaverein meines Heimatortes...

Quelle: Bild am Sonntag

  Große Show beim "Tag der Legenden"
 

 

 


 

 

 

     
 
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